Polizei führte Flüchtlinge aus Servitenkloster bei Hochwasserhilfe ab

2. Juli 2013, 13:58
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Drei Personen bei Aufräumarbeiten im Strombad Kritzendorf festgenommen

Einige jener Flüchtlinge, die nach mehrmonatigem Protest in der Votivkirche Anfang März in das Wiener Servitenkloster übersiedelt waren, sind nun als Teilnehmer der Hochwasserhilfe in Klosterneuburg festgenommen worden. Wie Unterstützer am Montag in einer Presseaussendung bekanntgaben, wurden drei Männer im Strombad Kritzendorf im Rahmen einer Personenkontrolle abgeführt.

Laut der Aussendung beteiligten sich die Flüchtlinge bereits seit Wochen an den Aufräumarbeiten in der vom Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Gegend an der Donau. "Wir wissen, wie es ist, alles zu verlieren. Diese Menschen brauchen Hilfe. Die Polizei kann uns in ihren Autos mitnehmen, aber wir werden Menschen in Not nicht vergessen", wurde der Flüchtling Numan Muhammed zitiert.

Bosnier bereits im Juni abgewiesen

Bereits im Juni gab es Anrainerbeschwerden, weil die Polizei Hilfskräfte nicht zum Arbeiten auf das Gelände gelassen hatte. Laut einer Augenzeugin hatte ein Polizist bosnische Arbeiter zurückgeschickt, "weil sie Ausländer sind und Ausländer Diebsbanden" seien. Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) erklärte damals, die örtliche Polizei in dieser Hinsicht sensibilisieren zu wollen. (red, derStandard.at, 2.7.2013)

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