Display-Änderung: Fairphone lässt sich leichter reparieren

2. Juli 2013, 12:15
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Produktion auf 20.000 Geräte ausgeweitet

Um eine bessere Reparierbarkeit des eigenen Produktes zu gewährleisten, hat sich die Fairphone-Initiative dazu entschlossen, Änderungen an den Komponenten vorzunehmen.

Zwei Schichten statt OGS

Wie man in einem Blogeintrag bekannt gegeben hat, wird man beim Display - entegen dem Trend - nicht auf eine "One Glass Solution" (OGS) setzen, sondern Bildschirm und Sensor voneinander trennen. Das ermöglicht es, wie Heise berichtet, stabileres Glas zu verbauen. Außerdem ist ein Austausch im Schadensfall leichter möglich und kostengünstiger.

Telefon wird schwerer und dicker

Allerdings wird das Fairphone dadurch auch etwas schwerer und dicker. Es legt insgesamt um 0,2 Millimeter und 5 Gramm zu – angesichts des ohnehin relativ hoch bemessenen Gewichts von 170 Gramm ein verschmerzbarer Unterschied. Für Kratzfestigkeit sorgt die "Dragontrail"-Technologie, ein Alternativprodukt zum bekannten Gorilla Glass.

"Solutions for Hope"

Das Gerät verwendet, soweit verfügbar und nachvollziehbar, konfliktfreie Rohstoffe und soll unter besseren Arbeitsbedingungen hergestellt werden, als die Konkurrenzprodukte. Der "Spirit" des Unterfangens wird auch an der Hardware erkennbar sein, die in Tschechien von AVX hergestellten Kondensatoren werden mit der Abkürzung "SOLfH" bedruckt, was für "Solutions for Hope" steht.

Geliefert werden soll im Oktober. Die Produktion könnte zwar vorverlegt werden, dies würde aber längere Arbeitszeiten für das Fabrikspersonal bedeuten, weswegen dies bereits ausgeschlossen wurde.

Preis der Fairness

Die Bemühungen um konfliktfreie Materialien und gute Arbeitsbedingungen haben allerdings ihren Preis. 325 Euro kostet das Mittelklasse-Smartphone. Geräte mit praktisch identen Spezifikationen lassen sich in China auch um die Hälfte erstehen, bei diesen lassen sich Rohstoffherkunft und Arbeitsbedingungen in der Regel jedoch kaum bis gar nicht nachvollziehen. (red, derStandard.at, 02.07.2013)

  • Der Verzicht auf eine OGS soll bessere Reparierbarkeit gewährleisten.
    foto: fairphone

    Der Verzicht auf eine OGS soll bessere Reparierbarkeit gewährleisten.

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