Weibliches Personal soll Gewicht einsparen

3. Juli 2013, 07:44
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Mit einer vorwiegend weiblich belegten Bord-Crew will die indische Billig-Airline GoAir Gewicht und damit Geld sparen

Die indische Billigfluggesellschaft GoAir wurde 2004 gegründet und wie es sich für einen Low-Cost-Carrier gehört bemüht sich die Airline darum, Kosten zu sparen.

Nun lässt die Fluggesellschaft mit einem Sparkonzept aufhorchen, das zumindest als ungewöhnlich bezeichnet werden kann. Um Gewicht an Bord zu sparen, werden nicht nur die Bord-Magazine kleiner und die Wassertanks nicht mehr ganz befüllt. Die Airline hat sich laut internationaler Medienberichten dazu entschlossen, in Zukunft hauptsächlich Flugbegleiterinnen zu engagieren, da diese weniger Gewicht auf die Waage bringen als ihre männlichen Kollegen. 15 bis 20 Kilo könne man so pro Mitarbeiter einsparen, was für die Airline rund 380.000 Euro Kosteneinsparung bedeuten würde. Jeder Extrakilo koste nämlich 3 Rupien (rund 0,04 Euro).

Bislang hatte die Airline ein Mann/Frau-Verhältnis von 40:60 und und will dieses nun schrittweise in ein 30:70-Verhältnis ändern. Von 330 Crewmitarbeitern waren bisher 130 männlich. Die neue Personalpolitik betrifft allerdings nur zukünftige MitarbeiterInnen. Immerhin plant die Airline, in den nächsten sieben Jahren 2.000 Crew-MitarbeiterInnen und PilotInnen einzustellen, die in 80 neu hinzukommenden Maschinen ihren Dienst tun sollen.

Gewichtseinsparung ist einer der wesentlichen Punkte in der Luftfahrt, um Kosten zu reduzieren. Zuletzt machte Samoa Air von sich Reden, die Airline berechnet die Preise für ihre Flugtickets abhängig Gewicht der Passagiere. (red, derStandard.at, 2.7.2013)

  • Mit weiblichem Personal sollen die A320 von GoAir leichter ans Ziel kommen.
Info: GoAir
Foto: Airbus
    foto: airbus sas

    Mit weiblichem Personal sollen die A320 von GoAir leichter ans Ziel kommen.

    Info: GoAir

    Foto: Airbus

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