Europa-Anleger schließen mehrheitlich im Minus

2. Juli 2013, 18:24
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EZB-Ratssitzung am Donnerstag im Blick

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag überwiegend mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 19,42 Einheiten oder 0,74 Prozent auf 2.603,20 Zähler.

Am heutigen Handelstag stand an den europäischen Märkten eine Konsolidierung am Programm. Konjunkturseitig konnten die Erzeugerpreise der Eurozone und die Industrieaufträge in den USA, jeweils vom Mai, für wenig Impulse am Aktienmarkt sorgen.

Im weiteren Wochenverlauf stehen allerdings noch Schwergewichte auf der Konjunkturdaten-Agenda. Einerseits wird die EZB-Ratssitzung am Donnerstag mit Spannung erwartet, während am Freitag der monatliche Arbeitsmarktbericht in den USA publiziert wird.

Branchenseitig waren Technologiewerte mit plus 0,20 Prozent an Europas Spitze zu finden. Bei einem europäischen Branchenvergleich belegte die Gesundheitsindustrie allerdings über den gesamten Handelstag den letzten Platz mit einem Minus von 1,71 Prozent.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 rangierten Unibail-Rodamco mit plus 1,22 Prozent an erster Stelle. Am unteren Ende des Kurstableaus im europäischen Leitindex notierten RWE mit minus 4,09 Prozent.

Axel Springer kündigte heute an, zum 1. Jänner 2014 einen neuen Finanzvorstand zu berufen. Julian Deutz tritt die Nachfolge von Lothar Lanz an, der in den Aufsichtsrat wechselt. Aktien der Axel Springer AG stiegen um 0,12 Prozent auf 32,47 Euro.

Volkswagen gaben die US-amerikanischen Verkaufszahlen vom Juni bekannt. Dabei musste VW einen Rückgang um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Das Tochterunternehmen Audi konnte hingegen 8,2 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum verkaufen. Die VW-Aktien ermäßigten sich um 0,45 Prozent auf 156,40 Euro.

LVMH-Anteilsscheine gaben in Paris 0,98 Prozent auf 126,10 Euro ab. Wegen des heimlichen Einstiegs beim traditionsreichen Modeunternehmen Hermes ist der französische Luxuskonzern LVMH zuvor zu einer Rekordstrafe von acht Millionen Euro verdonnert worden.

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche berichtete über den Ausbau des Geschäfts mit den Bluttests. Dies geschieht durch die Übernahme der US-Firma Constitution Medical (CMI). Der Basler Konzern zahlt für die in Boston ansässige Firma 220 Mio. Dollar. Roche-Titel verteuerten sich um 0,98 Prozent auf 236,30 Schweizer Franken.

Auch Analystenstimmen lagen im Fokus der Anleger. Das Kursziel der Nokia-Aktien wurde von der Deutschen Bank von 1,85 auf 2,20 Euro angehoben. Das Votum wurde indes auf "Sell" belassen. Nokia hatte gestern die Komplettübernahme von Nokia Siemens Networks (NSN) angekündigt. Die Analysten verweisen auf die besser als erwartet verlaufende Übernahme des ehemaligen Joint Ventures mit Siemens. Nokia-Titel notierten nach kräftigen Vortagesgewinnen erneut im Plus mit einem Tagesgewinn von 1,08 Prozent auf 2,982 Euro.

E.ON-Aktien wurden von den Citigroup-Experten neu bewertet. Dabei wurde jedoch sowohl die Einstufung auf "Sell" und das Kursziel bei 12 Euro belassen. E.ON-Papiere verloren am heutigen Tag deutliche 2,01 Prozent auf 12,18 Euro und notierten an dritter Stelle der größten Kursverlierer. (APA, 2.7.2013)

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