Sofia-Fans stürmen Verbands-Zentrale

30. Juni 2013, 13:12
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ZSKA droht wegen Überschuldung das Aus

Sofia - Hunderte wütender Anhänger von ZSKA Sofia haben am Samstag den Hauptsitz des bulgarischen Fußballverbandes BFS belagert. 60 bis 70 Demonstranten warfen laut Angaben des Verbands mit Steinen und schlugen Fensterscheiben ein. Zuvor hatten die Fans des Rekordmeisters bereits ihrem Unmut am Stadion des 31-maligen Titelträgers Luft gemacht.

Der bulgarische Traditionsklub hat akute Finanzprobleme, es droht der Zwangsabstieg in die 3. Liga. Am Freitag lehnte der BFS einen Antrag von ZSKA ab. Dieser sah vor, dass der Meister von 2008 durch die Fusionierung mit einem anderen Klub in der ersten Liga bleiben kann.

Dem Verein fehlen nach Schätzungen lokaler Medien mehr als 40 Millionen Euro. Zuletzt hatten die Eigentümer sämtliche Aktien des Klubs an Trainer und Fußball-Ikone Christo Stojtschkow übertragen.

Im vergangenen September stand ZSKA vor dem Ausschluss aus den europäischen Klubwettbewerben durch die UEFA. Schon in der Saison 2008/09 wurde ZSKA aus der Qualifikation für die Champions League gestrichen, weil die Lizenzbedingungen nicht erfüllt werden konnten.

Bei den Krawallen gab es laut ersten Angaben keine Verletzten. Das Internetportal Offnews.bg kritisierte die Polizei aber, dass sie keinen der Vandalen verhaften konnte. Zudem seien auf Aufnahmen bekannte, aber bisher nicht belangte Hooligans zu erkennen. Frühere Trainer und Spieler von ZSKA verurteilten die Ausschreitungen. In einer Erklärung wies der Fußballverband jegliche Schuld für die Probleme bei ZSKA zurück. (sid/APA - 30.6. 2013)

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