Airpower: Mehr Besucher am Gelände als behördlich zugelassen

29. Juni 2013, 15:14
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Schätzungen bei 180.000 Menschen am Samstag, obwohl pro Veranstaltungstag nur 150.000 erlaubt waren

Zeltweg - Bis zu 300.000 Besucher haben am Freitag und am Samstag die Flugshow Airpower 13 am Fliegerhorst Hinterstoisser im obersteirischen Zeltweg besucht. Dies gaben Vertreter des Bundesheeres am Samstagnachmittag bekannt. Am ersten Tag waren es bis zu 120.000 Besucher gewesen, am Samstag wurden bis zu 180.000 Menschen registriert.

Für jeden Veranstaltungstag waren behördlich allerdings nur rund 150.000 Menschen zugelassen. Die höhere Zahl am Samstag rechtfertigten Heeresvertreter mit der Fluktuation während des Tages. Weil laut Beobachtung der Polizei der Besucherzustrom am Samstagnachmittag als "schwächer werdend, teilweise bereits Abströmen im Gange" war, sah auch die Exekutive keinen Anlass für Zugangsbeschränkungen. "Die Airpower 13 war ein Riesenerfolg", resümierte Brigadier Karl Gruber, der Chef des Teilstabes Luft des Streitkräfteführungskommandos

Keine Handgreiflichkeiten

Die Zählweise erfolgte, indem die Kontrollposten an den Parkplätzen Schätzungen über Zahl und Belegung der Pkw machten, die Belegung der Busse wurde mit einer bestimmten Passagieranzahl "hochgerechnet". Dazu kommen noch die Schätzungen vom Gelände sowie über die Passagiere in den Zugsgarnituren.

Bei Rettungseinsätzen am Fliegerhorst wurden am Freitag fünf ernstere Fälle registriert, wobei die Betroffenen wegen Kreislaufschwäche oder Schnittverletzungen in ein Spital zur Behandlung mussten. Zu Handgreiflichkeiten war es nirgendwo gekommen. Am Samstag war ein alkoholisierter Mann laut Pressezentrum gestürzt und hatte sich einen Unterschenkel gebrochen. Er wurde aufgrund der Verkehrssituation rund um das Veranstaltungsgelände mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Judenburg geflogen.

Spotter und Baumgartner

Rund 150 Pressevertreter berichteten über das Spektakel, 115 davon kamen aus Österreich. Sogar aus mehreren Kontinenten kamen die 750 "Spotter" - hobbymäßige Besucher von Flugveranstaltungen, die mit professionellen Fotoausrüstungen an festgesetzten Punkten des Geländes die Maschinen fotografieren und beobachten.

Lange Schlangen gab es nicht nur vor den ausgestellten Fluggeräten, sondern auch vor einem Tisch, an dem Extremsportler Felix Baumgartner saß: Er wollte einen Rekord übertreffen, der aus dem Jahr 2006 datiert. Der mehrfache russische Schachweltmeister Anatoli Jewgenjewitsch Karpow hatte 2006 bei einem mexikanischen Schach-Festival 1.951 Bücher mit seinem Autogramm versehen. Baumgartner tat es ihm gleich und saß ab 10.30 Uhr am Gelände, um acht Stunden lang Unterschrift um Unterschrift vor allem in sein Buch "Himmelsstürmer" zu platzieren. Die Einnahmen will er laut Airpower-Homepage der internationalen Flutopfer-Hilfe spenden. (APA/red, derStandard.at, 29.6.2013)

  • Großer Andrang bei der von Bundesheer, Land Steiermark und Red Bull veranstalteten Airpower 13.
    foto: apa/erwin scheriau

    Großer Andrang bei der von Bundesheer, Land Steiermark und Red Bull veranstalteten Airpower 13.

  • Bewegtbilder von der Airpower

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