Sechs Alternativen zum Google Reader

29. Juni 2013, 13:21
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Der beliebte RSS-Reader wird am 1. Juli eingestellt, doch es gibt auch andere interessante Anbieter

Der beliebte Google Reader geht in seine letzten Tage. Am 1. Juli zieht die Suchmaschinen-Firma den Stecker für den RSS-Reader. Als Grund gab Google im Mai an, dass die Nutzung des Produkts über die Jahre abgenommen habe. Damals wurde auch bekanntgegeben, dass Google Cloud Connect und die Google Voice App für Blackberry eingestellt werden.

Umstieg erleichtert

2005 wurde der Google Reader vorgestellt, in den vergangenen acht Jahren avancierte der Dienst zu einem der beliebtesten RSS-Reader. Doch es gibt mittlerweile auch Alternativen. Um einen nahtlosen Umstieg durchzuführen, bietet es sich an, mittels dem Google-Datenexport-Service die Daten zu extrahieren und bei anderen RSS-Reader-Anbietern zu verwenden. Bis zum 15. Juli lässt sich dieser Schritt durchführen.

AOL-Reader

Wer nach dem 1. Juli weiterhin RSS-Feeds auf Smartphone, Tablet und PC nutzen will, dem stehen mehrere Alternativen zur Verfügung: Der AOL-Reader befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, wird aber von einigen Tech-Seiten bereits als solides, aber nicht aufregendes Google Reader-Gegenstück gehandelt.

Digg

Digg reiht sich ebenso in diese Reihe ein. Die Seite begrüßt ehemalige Google Reader-Benutzer mit der Möglichkeit, die Daten der Suchmaschinen-Firma zu übernehmen, sodass Digg sofort genutzt werden kann. Eine iOS-App steht bereits zur Verfügung, die Android-Version soll Ende Juli folgen.

Feedly

Eine weitere Alternative ist Feedly, wovon bereits eine iOS- und Android-App verwendet werden kann. Die Desktop-Version bietet ebenso eine zügige Google Reader-Umstellung an. Feedly konnte in der Vergangenheit einige User dazugewinnen, im März nutzten etwa noch vier Millionen Benutzer den RSS-Reader, Ende Mai waren es bereits zwölf Millionen.

HootSuite

Eine interessante Mischung bietet HootSuite an, ein Tool, das hauptsächlich auf die Content-Verteilung in mehreren sozialen Netzwerken abzielt. Mittels Syndicator lässt sich das Service zu einem RSS-Reader aufrüsten. Hier steht ebenso eine iOS- und Android-Version bereits zur Verfügung.

NetNewsWire

An Mac- und iOS-Benutzer richtet sich NetNewsWire, ein Service, das es bereits seit 2002 gibt. Über die Jahre blieb der Dienst allerdings unverändert und kam erst kürzlich in einer erneuerten Beta-Version auf den Markt. Das Programm kann bereits heruntergeladen werden, iPhone und iPad-Versionen sollen nachgereicht werden.

Twitter

Twitter muss ebenso in dieser Runde genannt werden. Zwar gibt es von dem Micro-Blogging-Dienst noch keinen eigenen RSS-Reader, per IFTT lässt sich das Service aber mit verschiedenen Feeds bestücken. So reihen sich Tweets neben RSS-Feeds. (red, derStandard.at, 29.06.2013)

  • Feedly - nur eine von vielen Alternativen.
    foto: screenshot: feedly.com

    Feedly - nur eine von vielen Alternativen.

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