Styria-Kampagne gegen kroatisches Steuergesetz

28. Juni 2013, 14:03
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Mit Gockel gegen Koalition: Massenblatt "ab jetzt mit mehr als 25.000 Wörtern", weil Premier es so will

Die Styria hat Freitag eine Plakatkampagne gegen die neue kroatische Steuerregelung gestartet. Im jüngsten EU-Mitglied affichiert die Massenzeitung "24sata" des Grazer Medienkonzerns einen Gockel, offenbar als Symbol für die Regierungskoalition, und dem Text "Ab jetzt mit mehr als 25.000 Wörtern, weil "Zoki" es so will". Zoki ist der Spitzname von Premier Zoran Milanović.



Kroatiens Regierungsmehrheit hat wie berichtet einen Mindestumfang von 25.000 Wörtern pro Ausgabe festgelegt, damit Zeitungen und Zeitschriften nur fünf statt zehn Prozent Mehrwertsteuer abführen müssen. Die Regelung trifft vor allem die bildlastige „24sata" der Styria. Für den Grazer Konzern soll in der Angelegenheit auch schon Österreichs Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) in Kroatien interveniert haben.


Ein Textsujet der Plakatkampagne besagt: „Es geht nicht um Sie und nicht um den Inhalt. Es geht darum, dass wir mehr als 25.000 Wörter haben ...  weil Zoki das so fordert". Dazu wirbt das Massenblatt mit „Immer im Dienste der einfachen Bürger und nicht der Politiker". (red, derStandard.at, 28.6.2013)

Nachlese
Kroatien: Wer länger schreibt, zahlt weniger Steuer - Kroatien bemisst Steuer nach Textumfang in Blättern: Styria dürfte Gerichte bemühen

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