Urlaubs-Euro in der Türkei am meisten wert

28. Juni 2013, 12:36
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Österreicher, die im Ausland urlauben, können in den meisten Ländern mit einer höheren Kaufkraft rechnen als daheim

Wien - Die Österreicher urlauben bekanntlich gerne daheim. Dabei spricht auch einiges dafür, im Ausland zu urlauben. Denn Österreicher, die im Sommer Urlaub im Ausland machen, können in den meisten Ländern mit einer höheren Kaufkraft ihres "Urlaubs-Euro" als zuhause rechnen. Im Durchschnitt erhalten sie in den wichtigsten Ländern für 100 Euro Waren im Wert von 114 Euro, was gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von zwei Euro ist, haben die Ökonomen der Bank Austria errechnet. Die Österreicher können dabei von den geringeren Preissteigerungen im Ausland und dem starken Euro profitieren.

Türkei und Ungarn an der Spitze

"Kaum in einem Urlaubsland lag die Inflation höher als in Österreich und wenn ja, wurde dies meist durch eine Abwertung ausgeglichen", so Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria am Freitag in einer Pressemitteilung. Unter den wichtigsten Urlaubsdestinationen bekommt der österreichische Urlauber derzeit in der Türkei und in Ungarn am meisten für seinen Urlaubs-Euro. In diesen beiden Ländern sind 100 Euro 158 bzw. 153 Euro wert. Auch in Kroatien (133 Euro), in Slowenien (120 Euro) und in Portugal (114 Euro) erhält man spürbar mehr als in Österreich. Deutlich mehr Wert ist der Urlaubs-Euro auch in den USA, nämlich 121 Euro.

Auch in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ist der Urlaubs-Euro deutlich mehr wert als in Österreich, allen voran in Rumänien (191 Euro), Polen (162 Euro) und Bulgarien (167 Euro). Kroatien, die Niederlande (jeweils um 1 Prozent) und Mexiko (4 Prozent) sind im Vergleich zum Vorjahr für die Österreicher teurer geworden. Deutlich billiger sind Japan (24 Prozent), Südafrika (17 Prozent), Ägypten (12 Prozent) und Australien (10 Prozent) geworden.

In Übersee stieg der Wert des Urlaubs-Euro im Schnitt um 7 Prozent. Vor allem in Afrika, wo die Abwertung deutlich stärker als die höhere Inflation ausfiel und der Urlaubs-Euro rund 9 Prozent zulegen konnte. Aber auch in Asien und Süd- und Mittelamerika bekommt man heuer etwas mehr als vor einem Jahr. Lediglich in Mexiko sank der Wert aufgrund einer leichten Aufwertung bei höherer Inflation.

Weniger wert in Australien und Neuseeland

Günstiger als vor einem Jahr sind auch Australien und Neuseeland, allerdings ist dort der Urlaubs-Euro trotzdem weiterhin weniger wert als in Österreich. Erstmals ist Japan nicht teurer als Österreich, der Urlaubs-Euro stieg gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent.

Unverändert teuer ist weiterhin der Urlaub in der Schweiz, wo 100 Urlaubs-Euro nur 67 Euro wert sind. "Die Deflation in der Schweiz kann die starke Währung nicht ausgleichen", so Bruckbauer.

In den meisten Euroländern erhält der Österreicher heuer etwas mehr als vor einem Jahr, da die Preissteigerungen geringer ausfielen. Etwa gleich viel wert wie in Österreich ist der Urlaubs-Euro in Italien, Frankreich und Deutschland, etwas mehr in Spanien und Griechenland. Lediglich in Irland ist der Urlaubs-Euro weiterhin erkennbar weniger wert als in Österreich. (APA, 28.6.2013)

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    Unter den wichtigsten Urlaubsdestinationen bekommt der österreichische Urlauber derzeit in der Türkei und in Ungarn am meisten für seinen Urlaubs-Euro.

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