Wave 2013: Stromschlag in Eichgraben

    Ansichtssache28. Juni 2013, 14:55
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    Die weltweit größte Elektroauto-Ausfahrt hat ihren Betrieb aufgenommen. Impressionen vom Start im Wienerwald

    Die weltweit größte Elektroauto-Ausfahrt hat am Freitag ihren Betrieb aufgenommen. Impressionen von Start und Starterfeld im Wienerwald

    Eichgraben. Viel Natur, malerisch hingezuckerte Häuser, verheißungsvolle Einkehrmöglichkeiten. Hier, ein paar Kilometer westlich von Wien, ist die Welt noch in Ordnung. Freitagmorgen war die Welt ganz besonders in Ordnung, zumindest für die Starter der Wave 2013, der laut Auskunft des Veranstalters größten Rallye der Welt, so es um Elektrofahrzeuge geht.

    Schließlich treiben der Zero-Emission-Gedanke und der Hang zur Weltverbesserung alle an, die sich an diesem Tag am Hotelparkplatz eingefunden haben. 30 Teams haben genannt, das Feld ist international besetzt. Das Gros der Stromer kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Slowenien, der Tschechischen Republik und Italien scheint die E-Mobilität zarte Triebe zu schlagen.

    Höhepunkt Glockneretappe

    Richtiges Rennen gegen die Uhr, also eine Hetzerei quer durch Europa, ist das Event nicht, vielmehr eine Gruppenausfahrt, welche die Teilnehmer über mehrere Etappen und 1.800 Kilometer von Eichgraben bis nach Zürich führt. Ein Mix aus Geschwindigkeit, kreativem Auftritt und gruppendynamischen Einlagen bringt den Sieg. 130 bis 260 Kilometer stehen pro Tag auf dem Programm, und wenn man sich den Fuhrpark so ansieht, wird rasch klar, dass mit dieser Vorgabe einige Aspiranten ihre Probleme haben werden.

    Was für den Tesla Roadster des österreichischen Vorjahressiegers Manfred Hillinger eher ein forcierter Ausflug wird, könnte für einige elektrifizierte Plastikbomber zu einer echten Challenge werden. Zehn Tage sind für den Elektro-Parcours veranschlagt, Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist eine Großglockneretappe, da könnten bei einigen die Akkus zu brutzeln beginnen. Dennoch: Im Wienerwald herrscht an diesem Tag großer Optimismus, wir haben einige Impressionen aus der Boxengasse eingefangen.

    Ansichtssache:

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    foto: derstandard.at/schlögl

    Der Berliner Stephan Schwartzkopff führt einen Elektro-Roadster MIC7-é aus. Der Mann ist Alternativ-Antrieben verfallen, ist er doch Leiter eines Kompetenznetzwerks für nachhaltige Mobilität in Berlin. 99 Kilometer trägt ihn sein Einzelstück, wenn alles gut geht. Die relativ geringe Reichweite seines Smart-Roadster-Umbaus bereitet dem Starter keine Sorgen. Eher schon, ob er mit offenem oder geschlossenem Dach fahren soll.

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