FPÖ und FPK vereinen sich in Kärnten

28. Juni 2013, 11:58
5 Postings

Parteiobmann Ragger will als nächsten Schritt BZÖler zurückgewinnen - "Dürfen nicht nur rechte Themen besetzen"

Klagenfurt/Wien - 500 Delegierte sollen beim Freitagabend in Pörtschach stattfindenden Wiedervereinigungsparteitag die Fusion von FPK und FPÖ in Kärnten absegnen. Teilnehmen werden 395 Delegierte der FPK und 105 der FPÖ.

Für den künftigen FPÖ-Landesobmann Christian Ragger ist die Zusammenführungsarbeit damit aber noch nicht getan. "Ich werde nicht Ruhe geben, bevor ich nicht alle oder viele Teile des BZÖ in die Partei zurückgeholt habe", sagte Ragger.

Sein Angebot richte sich an alle Kärntner BZÖ-Anhänger, die "unsere Werte und unsere Politik mittragen". Ragger weiter: "Ich glaube, dass jeder gut beraten wäre, unter das Dach der Partei zurückzukehren." Auch die Nationalratswahl im Herbst werde Thema am Parteitag sein, kündigte Ragger an, über das Wahlziel nach dem FPK-Debakel bei der Kärntner Landtagswahl sagte er: "Wir sind in einer Phase der Neustrukturierung, die Talsohle ist durchschritten. Aber bei der Nationalratswahl wird sich das noch nicht so zeigen, glaube ich."

Ragger wird Obmann, Leyroutz Stellvertreter

Raggers Obmannschaft bei der neuen FPÖ Kärnten ist bereits fix. Der bisherige FPÖ-Landeschef Christian Leyroutz, der auch blauer Klubobmann im Landtag ist, soll zukünftig Raggers Stellvertreter werden. Leyroutz werde im Parteivorstand am Montag als stellvertretender Obmann abgesegnet, so Ragger.

Inhaltlich will Ragger die Partei vor allem mit den Themen Familie und Wirtschaft positionieren. "Man wird weiter eine sehr bürgernahe Politik betreiben." Thematisieren will er die Kosten des täglichen Lebens, der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) soll mehr mehr in den Vordergrund rücken. "Wir haben eine stärkere Wirtschaftskompetenz als die ÖVP." Raggers mittelfristiges Ziel ist es, wieder eine maßgebliche Rolle in der Landesregierung zu spielen - "nicht nur als Anhängsel". Dafür brauche es eine offene, breit angelegte Politik. "Wenn wir über die 17 Prozent hinauswollen, dürfen wir nicht nur rechte Themen wie Ortstafeln und Ausländer besetzen." (APA, 28.6.2013)

Share if you care.