VÖZ: Neuer Journalisten-KV zollt "Digitalisierung der Branche Tribut"

28. Juni 2013, 11:28
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Neues Regelwerk tritt am Montag in Kraft - VÖZ-Präsident Kralinger bekräftigt Forderung nach Ausbau der Presseförderung

Wien - Am 1. Juli tritt der neue Kollektivvertrag für Journalisten in Kraft. Damit gleichen sich die Arbeitsbedingungen von Printjournalisten sowie Journalisten in Online-Redaktionen an. Das Reformwerk zolle somit "der Digitalisierung unserer Branche Tribut", wie der Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Thomas Kralinger, erklärte. Und man trage damit auch dem Ende "einer längst vergangenen goldenen Ära des Printjournalismus" Rechnung.

Auf das neue Regelwerk haben sich Gewerkschaft und VÖZ nach vierjähriger Verhandlungsdauer Anfang März geeinigt, Ende Mai fiel dann die Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder zugunsten des neuen KV aus. Dieser beinhaltet neben der Angleichung von Online- und Printjournalisten etwa die Aufgabe des 15. Monatsgehalts, niedrigere Gehaltsstufen sowie eine Aufteilung der bisherigen fünfjährigen Gehaltssprünge. "Der Reform-KV kann als Vorbild für andere Medienunternehmen in Österreich dienen", so Kralinger weiter.

Der VÖZ-Präsident verwies auch auf verschlankte Strukturen und abgebaute Kosten der Medienhäuser und forderte gleichzeitig "einen substanziellen und raschen Ausbau der Presseförderung, der den Herausforderungen durch die Digitalisierung Rechnung trägt". Dabei solle auch ein Fokus auf die Journalismusförderung gelegt werden. (APA, 28.6.2013)

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