Europas Leitbörsen im Minus

28. Juni 2013, 19:36
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Nach einem positiven Start ist die Erholung an Europas Börsen am Freitag ab Mittag ins Stocken geraten. Auch kurzfristige Impulse nach dem Start der US-Börsen konnten den Leitbörsen nicht mehr ins Plus verhelfen. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Minus von 0,66 Prozent. Er verlor damit zum Wochenausklang 17,27 Einheiten auf 2.602,59 Zähler.

Während die zum Teil deutlichen Kursgewinne in Asien die Märkte in Europa nicht nachhaltig stützen konnten, haben am Nachmittag neue Wirtschaftsdaten aus den USA auch in Europa kurze Zeit für positive Impulse gesorgt. Zwar fiel der Einkaufsmanagerindex überraschend schwach aus. Die schlechte Stimmung schürte Händlern zufolge aber Hoffnungen, die US-Notenbank Fed würde doch noch länger an der lockeren Geldpolitik festhalten.

In der Branchenübersicht lagen die Konsumgüterhersteller weit vorne. Unilever-Papiere gingen mit einem leichten Plus von 0,17 Prozent auf 30,26 Euro aus dem Handel, noch stärker konnten die Danone-Aktien (plus 0,93 Prozent auf 57,66 Euro) zulegen. Bankwerte zählten hingegen zu den größten Verlierern des Tages. Societe Generale verloren am Euro-Stoxx-50-Ende 4,17 Prozent auf 26,40 Euro, UniCredit büßten 3,38 Prozent auf 3,60 Euro ein und Deutsche Bank gaben 2,97 Prozent auf 32,16 Euro nach.

Nachrichten dünn gesät

Unternehmensnachrichten waren am letzten Handelstag des ersten Halbjahres dünn gesät, daher kamen die meisten Kursbewegungen bei Einzelwerten von Analystenstimmen. Im Euro-Stoxx-50 etwa profitierten die Papiere von ASML von einer Kurszielanhebung von 56 auf 70 Euro der US-Großbank Morgan Stanley, sie kletterten um 1,03 Prozent auf 60,62 Euro und landeten hinter dem französischem Immobilien-Wert Unibail-Rodamco (plus 1,59 Prozent auf 179 Euro) an die Index-Spitze.

In Italien legten Mediaset-Aktien um 2,76 Prozent auf 2,90 Euro zu, nachdem Credit Suisse das Kursziel von 2,65 auf 4,40 Euro angehoben hatte. Die Analysten gehen davon aus, dass die TV-Werbemärkte in Italien und Spanien die Talsohle erreicht haben.

Die Aktien des Software-Riesen SAP verloren um deutliche 3,00 Prozent auf 56,26 Euro. Marktbeobachter verwiesen auf den zurückhaltenden Ausblick des zweitgrößten Technologie-Beraters Accenture in den USA. (APA, 28.6.2013)

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