Fernost-Leistbösren schließen mehrheitlich fester

28. Juni 2013, 12:42
posten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mit Ausnahme Sydneys fester geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg nach einer Kursrally um satte 463,77 Zähler oder 3,51 Prozent auf 13.677,32 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong legte 363,21 Zähler (plus 1,78 Prozent) auf 20.803,29 Einheiten zu. Der Shanghai Composite stieg um 29,20 Punkte oder 1,50 Prozent auf 1.979,21 Punkte.

Uneinheitlich beendeten die Märkte in Singapur und Sydney den Handel. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.150,44 Zählern mit einem Plus von 32,41 Punkten oder 1,04 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 9,4 Zähler oder 0,20 Prozent auf 4.775,40 Einheiten.

In Japan trägt die Flut billigen Geldes erste Früchte. Im Mai stagnierten die Verbraucherpreise, wie Regierungsdaten von Freitag zeigten. Es war das erste Mal seit sieben Monaten, dass die Preise nicht fielen. Die stagnierenden Preise sind ein Erfolg für die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft. Die Deflation hält das Land seit zwei Jahrzehnten im Bann. Die japanische Notenbank hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Inflation von zwei Prozent zu erreichen.

Die expansive Notenbankpolitik Japans hat den Yen gegenüber dem Dollar seit Oktober 2012 deutlich entwertet. Am Freitag schwächte sich der Yen erneut ab. Davon profitieren vor allem Exportwerte. Panasonic-Aktien stiegen um 6,69 Prozent auf 797 Yen, die Titel von Sharp gar um 8,11 Prozent auf 400 Yen. Auch die exportorientierten japanischen Autohersteller Honda (plus 2,22 Prozent auf 3.685 Yen) und Toyota (plus 1,53 Prozent auf 5.990 Yen) gewannen.

Nintendo-Aktien stiegen 6,95 Prozent auf 11.700 Yen, nachdem der Spielkonsolenhersteller bekannt gab, die schwachen Verkaufszahlen der Konsole "Wii U" mit neuen Spielen ankurbeln zu wollen.

Auch der japanische Arbeitsmarkt und die Industrie sorgten für gute Nachrichten und zeigten damit, dass die Wachstumsimpulse der neuen Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe Wirkung entfachen. Die Industrieproduktion stieg im Mai stärker als erwartet. Sie legte im Vergleich zu April um 2,0 Prozent zu, wie aus Daten des Wirtschaftsministeriums hervorging. Die guten Daten Japans beflügelten auch die übrigen Börsen in Fernost.

In Hongkong standen Immobilienwerte im Blick. China Overseas Land legten 4,57 Prozent auf 20,35 Hongkong Dollar zu, Guangzhou R&F Properties stiegen 3,89 Prozent auf 11,22 Dollar und China Resources Land gewannen 4,18 Prozent auf 21,20 Dollar.

In Australien verlor der Finanzkonzern AMP, der neben Investments auch Versicherungen anbietet, erneut deutlich um 3,19 Prozent auf 4,25 australische Dollar. In der Vorwoche waren die AMP-Papiere noch mehr fünf Dollar wert, dann brachen die Aktien innerhalb einer Woche um 15 Prozent ein. Zuletzt gab es Sorgen, das Unternehmen könnte die Dividende kürzen. Zu den Verlierern im australischen ASX zählten auch QBE Insurance Group mit einem Minus von 1,50 Prozent auf 15,09 Dollar.  (APA, 28.6.2013)

Share if you care.