Ermittlungen gegen Ex-US-Topmilitär wegen Geheimnisverrats

28. Juni 2013, 09:36
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Soll Geheiminformationen über Cyberangriff auf den Iran an Medien weitergegeben haben

Washington/Teheran - Der ehemals zweithöchste Offizier der USA steht laut einem Bericht des Senders NBC im Verdacht, geheime Informationen an die "New York Times" weitergegeben zu haben. Dabei gehe es um die Enthüllung einer verdeckten US-Cyberattacke auf das iranische Atomprogramm, meldete NBC am Donnerstag. Das Justizministerium habe inzwischen Ermittlungen gegen den pensionierten General James Cartwright eingeleitet, der von 2007 bis 2011 stellvertretender US-Generalstabschef war.

Cartwright sei über die Untersuchungen informiert worden, berichtete NBC unter Berufung auf Justizkreise. Eine Bestätigung des Ministeriums lag zunächst nicht vor, auch Cartwright selbst äußerte sich nicht.

Cyber-Operation geleitet

Die "New York Times" hatte im vergangenen Jahr berichtet, dass Cartwright unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush die Idee für die Cyber-Operation mit dem Codenamen "Olympic Games" (Olympische Spiele) gehabt und sie dann auch geleitet habe. Präsident Barack Obama habe dann eine Beschleunigung des Programmes angeordnet. 2010 seien dann bei einem Angriff mit dem Computervirus Stuxnet vorübergehend 1.000 Zentrifugen zur Urananreicherung im Iran lahmgelegt worden.

Der Zeitungsbericht beschrieb geheime Treffen im Weißen Haus und berief sich auf Interviews mit "derzeitigen und früheren amerikanischen, europäischen und israelischen Offiziellen, die in das Programm verwickelt waren". Demnach habe der US-Geheimdienst NSA zusammen mit Israelis Stuxnet entwickelt. (APA, 28.6.2013)

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    Gegen den mittlerweile pensionierten General James Cartwright sollen Ermittlungen wegen Geheimnisverrats eingeleitet werden.

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