Objekt 21: Sieben nicht rechtskräftige Anklagen

27. Juni 2013, 18:30
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Wegen Wiederbetätigung und Waffenhandel

Wels - Gegen sieben Männer aus dem rechtsradikalen Verein Objekt 21 will die Staatsanwaltschaft Wels wegen NS-Wiederbetätigung Anklage erheben, gegen zwei der Männer auch Anklage nach dem Waffengesetz. Wie berichtet, wurde der Verein in einem Bauernhof im Bezirk Vöcklabruck diesen Jänner ausgehoben. In seinem ins Rotlichtmilieu reichenden Dunstkreis sollen auch Verbrechen wie Brandstiftung, schwerer Raub und Menschenhandel verübt worden sein. Die Justiz ist diesbezüglich mit Anzeigen gegen 35 weitere Personen beschäftigt.

Die noch nicht rechtskräftige Anklage bezieht sich auf "Betätigung im nationalsozialistischen Sinne und die Verherrlichung und Heroisierung der nationalsozialistischen Ideologie" während der Jahre 2008 bis 2010. Der späte Zugriff auf die rechtsradikale Bande sorgte wiederholt für Kritik. Für den Grünenpolitiker und Rechtsextremismusexperten Karl Öllinger ist auch die späte Anklage "höchst ärgerlich und aufklärungsbedürftig. Hätten die Verfahren 2011 stattgefunden, dann hätten etliche Verbrechen nicht verübt werden können." (cms, DER STANDARD, 28.6.2013)

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