Optimierte Therapie für Patienten mit Herzschwäche

    27. Juni 2013, 15:28
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    Bei der kardialen Resynchronisations-Therapie wird ein Defibrillator implantiert, der die Pumpfunktion des Herzens korrigiert

    Hannover - Die Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannoverbietet ab sofort die neue Technologie "MultiPoint-Pacing" an, um Patienten mit Herzschwäche noch besser versorgen zu können. Wenn das Herz nicht mehr synchron schlägt, das heißt die Herzkammern sich nicht mehr gleichzeitig zusammenziehen, wird es zusätzlich in seiner Funktionsweise beeinträchtigt. Mit der neuen Technologie kann die Behandlung im Rahmen der kardialen Resynchronisations-Therapie (CRT) noch individueller an den Patienten angepasst werden. 

    Implantierter Defibrillator

    Bei der CRT wird ein besonderer Defibrillator implantiert. Dieser Defibrillator gibt über dünne Kabel, sogenannte Elektroden, elektrische Impulse an ausgewählte Stellen in der rechten und linken Hauptkammer des Herzens ab und stellt so die Synchronität beider Kammern wieder her. Das Herz ist resynchronisiert. Durch diese Resynchronisation der Kammern wird die Pumpfunktion des Herzens verbessert und der Patient fühlt sich besser.

    Die optimale Lokalisation der Stimulation des Herzens ist jedoch für jeden Patienten verschieden. Es ist daher sinnvoll, die Therapie so individuell wie möglich zu gestalten. "Mit MultiPoint-Pacing steht eine Technologie zur Verfügung, die CRT für den individuellen Patienten zu optimieren", sagt Christian Veltmann, Oberarzt für Rhythmologie und Elektrophysiologie in Hannover.

    Bei Patienten mit Herzschwäche auf Grund eines Herzinfarkts ist Narbengewebe am Herzen vorhanden, dass elektrisch nicht mehr stimuliert werden kann. Dadurch können die notwendigen Stellen für die Stimulation nicht frei gewählt und so die Therapie nicht optimal durchgeführt werden. Mit Multipoint-Pacing ist es möglich, das Herz an verschiedenen Stellen zu stimulieren und so die Pumpkraft des Herzens weiter zu verbessern. (red, derStandard.at, 27.6.2013)

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