Burma vergibt Mobilfunklizenzen an Firmen aus Norwegen und Katar

27. Juni 2013, 14:23
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Bisher können nur rund zehn Prozent der Bürger ein Telefon nutzen

Das lange Zeit abgeschottete Burma hat zwei ausländische Firmen mit dem Aufbau eines Mobilfunknetzes beauftragt: Telenor aus Norwegen und Ooredoo aus Katar ersteigerten die Lizenzen, wie Burmas Regierung am Donnerstag bekanntgab. In Burma haben bisher nur rund zehn Prozent der Bevölkerung Zugang zu einem Telefon. Auflage für die Unternehmen ist deshalb, binnen neun Monaten den Betrieb zu starten. Binnen eines Jahres muss ein Viertel des Landes versorgt sein, binnen fünf Jahren drei Viertel des Landes.

Kosten: 2 Milliarden Dollar

Die Kosten werden auf rund zwei Mrd. Dollar (1,54 Mrd. Euro) geschätzt. Um die Lizenzen hatten sich elf große Telekom-Firmen oder -Konsortien beworben, darunter auch Orange aus Frankreich und Marubeni aus Japan. Diese beiden werden nach Angaben der burmesischen Regierung einspringen, sollten Telenor oder Ooredoo die Auflagen nicht erfüllen. Die Konzerne aus Norwegen und Katar werden nicht nur die Mobilfunknetze aufbauen, sondern sie auch für zunächst 15 Jahre betreiben.

Nach fünf Jahrzehnten im eisernen Griff der Militärjunta wird Burma seit 2011 von einer formal zivilen Regierung unter dem früheren General Thein Sein regiert. Diese leitete eine Reihe tiefgreifender Reformen ein, um das zuletzt international isolierte Land politisch und wirtschaftlich zu öffnen. (APA, 27.6. 2013)

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