Kein Stimmrecht für FC Liefering in Bundesliga

27. Juni 2013, 10:40
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Grund ist Naheverhältnis zu Red Bull

Der in die Erste Liga aufgestiegene und von Red Bull kontrollierte FC Liefering hat bei Abstimmungen in der Bundesliga kein Stimmrecht. Ligavorstand Georg Pangl bestätigte am Donnerstag einen diesbezüglichen Bericht der Internet-Plattform 90minuten.at. Abgesegnet wurde die Regelung bereits im Rahmen einer Bundesliga-Sitzung am 12. Juni. Die Liefering zustehenden Stimmen werden auf die übrigen neun Vereine der Ersten Liga aufgeteilt.

Ein Erste-Liga-Klub verfügt normalerweise über drei Stimmen, ein Bundesligist über fünf - dadurch ist gewährleistet, dass die Vertreter der zweithöchsten Spielklasse Beschlüsse mit erforderlicher Zwei-Drittel-Mehrheit blockieren können. Diese Sperrminorität wäre bei einem Stimmrecht für Liefering nur knapp gesichert gewesen, sofern der Regionalliga-West-Meister im Sinne von "Mutterklub" Red Bull Salzburg abgestimmt hätte. Außerdem hätte der Getränkekonzern in diesem Fall über mehr Stimmen als jeder andere Verein verfügt.

Die Vorgehensweise der Bundesliga orientiert sich an einer Regelung, die zu jener Zeit gültig war, als die Amateurteams der Bundesligisten in der Ersten Liga zugelassen waren. Auch damals wurden die Stimmen an die übrigen Vereine der zweithöchsten Liga weitergegeben. (APA, 27.6.2013)

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