Weniger Grabner im Hause "Österreich"

26. Juni 2013, 17:43
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Medienberater und Weggefährte Michael Grabner nutzte Verkaufsoption für Anteil an oe24.at - Hielt 18,8 Prozent

Wien - Medienunternehmer und -berater Michael Grabner hat sich von seinen 18,8 Prozent an oe24.at, dem "Österreich"-Portal, verabschiedet. Nach STANDARD-Infos nicht überraschend: Mit seiner Beteiligung an der Media Digital vor fünf Jahren soll er eine Verkaufsoption für 2013 vereinbart haben. Er wird im August 65.

Die Firma heißt inzwischen oe24 GmbH. Oliver Voigt ist Manager der Mediengruppe um "Österreich" und auch Geschäftsführer dieser Firma, hier neuerdings neben Herausgeber Wolfgangs Fellners Sohn Niki, der schon länger als Chefredakteur arbeitet.

Voigt bestätigt auf Anfrage so: "Im Rahmen der Neuordnung der zahlreichen Tochtergesellschaften im Internet unter die Online Beteiligungs GmbH hat die Mediengruppe Österreich die für diesen Fall vereinbarte Option - den reinen Contentbereich (oe24 GmbH) rückzuerwerben - einvernehmlich in Anspruch genommen." Voigt verbindet die Info mit einem Werbehinweis: "Wichtig ist es, die Marke oe24 nachhaltig weiterzuentwickeln. In diesem Sinne starten wir nächste Woche mit oe24TV auf oe24.at" unter der Führung von Katrin Lampe. Grabners Anteile gingen an die Mediengruppe Österreich GmbH.

Oft kreuzten sich der Fellners und Grabners Berufswege - er kaufte ihnen als "Kurier"- und Mediaprint-Manager in den 1980ern "Rennbahn-Express" und "Basta" ab und holte sie (kurz) zum "Kurier"; später räumten sie ihm eine Beteiligungsoption auf das 1992 gegründete "News" ein, die er nie nutzte.

Grabner führte lange die "Handelsblatt"- und "Zeit"-Mutter Holtzbrinck, den Konzern berät er heute noch. Er ist Vorstand der Privatstiftung von Branchenverleger Hans-Jörgen Manstein, mit dem er Fachmedien ("Baublatt", "Gesünder leben", "atmedia") betreibt.

Grabner vertritt "Kurier"-Haupteigner Raiffeisen in der Mediaprint, dem gemeinsamen Verlag mit der "Krone". Und ganz hat er sich nicht von "Österreich" getrennt: An der Online Beteiligungs GmbH, Mutter von Webfirmen wie Quotenbringer wetter.at, hält er laut Firmenbuch 18,8 Prozent. (fid, DER STANDARD, 27.6.2013)

  • Bei Onlinetöchtern noch investiert: Michael Grabner.
    foto: standard/newald

    Bei Onlinetöchtern noch investiert: Michael Grabner.

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