Wiener Straßennamen: Frauen und Migranten sollen präsenter werden

26. Juni 2013, 14:12
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Neuer Kriterienkatalog: Aus einem Geschlechterverhältnis von 92 zu 8 soll 50 zu 50 werden

Wien - Frauen sollen im Straßenbild der Stadt Wien präsenter werden: Der Gemeinderat hat einstimmig einen Antrag zum künftigen Umgang mit Straßenbenennungen beschlossen. Dieser halte unter anderem fest, dass "bei künftigen personenbezogenen Verkehrsflächenbenennungen verstärkt weibliche Persönlichkeiten berücksichtigt werden", teilte Grün-Mandatar Klaus Werner-Lobo am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Ziel sei, "einen Gleichstand an weiblichen und männlichen Straßennamen" zu erreichen. Davon ist die Stadt noch weit entfernt: Laut Werner-Lobo sind derzeit 92 Prozent der personenbezogenen Namen von Straßen, Plätzen und Parks nach Männern benannt.

In dem Antrag ist auch festgehalten, dass zusammen mit den Bezirken ein Kriterienkatalog für Straßenbenennungen erstellt werden soll. Er soll auch berücksichtigen, dass Wien eine Zuwanderungsstadt ist. Die Bezirke seien aufgerufen, bei künftigen Benennungen verstärkt Migranten vorzuschlagen. (APA, 26.6.2013)

  • Wie nach Johanna Dohnal sollen mehr Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benannt werden.
    foto: guentherz/wikimedia (CC-Lizenz)

    Wie nach Johanna Dohnal sollen mehr Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benannt werden.

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