Neuer Grazer Kulturbeirat vorgestellt

26. Juni 2013, 13:55
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23 Vertreter aus der Kulturszene - Initialzündungen erhofft

Graz - Die Grazer Kulturstadträtin Lisa Rücker hat Dienstagabend den neuen Kulturbeirat mit 23 Vertretern aus der Grazer Kulturszene vorgestellt. Unter dem Titel "2003 - 2013 - 2023 - Kunst und Kultur im Spannungsfeld der Urbanität" hat die Grünen-Politikerin gleichzeitig erstmals zu einem breit angelegten Gespräch mit Kulturschaffenden ins Künstlerhaus gebeten.  Im Beirat sind u.a. Katrin Bucher-Trantow (Kunsthaus Graz), Kira Kirsch (steirischer herbst), Heike Müller-Merten (Grazer Schauspielhaus) und die Literaturverantwortliche des Kulturzentrums bei den Minoriten, Birgit Pölzl, aber auch die Soziologin Eva Taxacher oder die Migrantenbeirätin Magdaline Okumu vertreten.

Eingangs positionierte sich Lisa Rücker in einem Impulsreferat sehr deutlich: "Kunst darf keine Behübschung sein, sie muss in Dialog mit der Öffentlichkeit treten, dort bekommt sie Relevanz." Sie wolle ihr Amt mutig führen, "denn das Kultur-Ressort hat mehr Bedeutung als manche ihm zutrauen." Rücker räumte aber auch ein, dass, unter anderem bei der Verteilung von Fördergeldern, nicht alle Wünsche erfüllt werden können: "Die Erwartungen sind hoch, manche sind erfüllbar, manche nicht."

Die 23 neuen Beiräte aus der Grazer Kulturszene sollen in regelmäßigen Abständen zusammentreffen und sich über die Zukunft der Stadt Gedanken machen. Der Kulturbeirat soll die Kulturstadträtin in wichtigen Fragen der Kulturentwicklung sowie bei großen Kulturprojekten beraten. Sie erwarte sich in der Zusammenarbeit mit dem Kulturbeirat "nicht nur Diskussionen, sondern auch Initialzündungen", so Rücker.

Allgemeiner Tenor bei der anschließenden Diskussion mit Künstlern und Kulturschaffenden: Man wünsche sich eine Kulturstadträtin, die einmal die ganze Periode im Amt bleibe, sowie eine Stärkung der Rahmenbedingungen für Künstler und Kunstschaffende. "Die Stadt darf nicht beworben werden wie Schokolade!", warf zum Beispiel die Kulturschaffende Ilse Weber ein. "Events wo schon genug Geld vorhanden ist, werden nicht von der Kultur auch noch berücksichtigt", versuchte sich Rücker zu deklarieren.   (APA, 26.6.2013)

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