Erste Satelliten für neues Schwellenländer-Netzwerk im All

26. Juni 2013, 13:32
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O3b-System soll mit acht Satelliten starten - zweite Welle folgt im September

Kourou - Eine neues Netzwerk für schnelle und günstige Internetverbindungen in Schwellen- und Entwicklungsländern nimmt Gestalt an: Eine Sojus-Rakete brachte am späten Dienstagabend erfolgreich die ersten vier Satelliten für das O3b-System ins All, wie das Kontrollzentrum am Weltraumbahnhof im südamerikanischen Französisch-Guayana mitteilte. Vier weitere werden bereits im September folgen.

Die Sojus-Rakete hatte eigentlich bereits am Vortag starten sollen. Wegen ungünstiger Wetterbedingungen über dem europäischen Raumfahrtzentrum musste der Countdown allerdings für 24 Stunden unterbrochen werden. Kurz vor dem zweiten Startversuch sah es zunächst ebenfalls nicht gut aus und der Countdown musste wieder kurzzeitig angehalten werden. Die Wetterlage verbesserte sich dann aber doch noch.

Wenn das Satelliten-Netzwerk mit acht Satelliten voll einsatzfähig ist, soll es Milliarden Menschen in bisher unterversorgten Gebieten den Zugang zu besseren Mobilfunk- und Onlineverbindungen ermöglichen. Die Geschwindigkeit wird nach Angaben des Betreiberunternehmens O3b Networks der von Glasfasernetzen entsprechen. Finanziert wird das Projekt unter anderem vom Internetriesen Google, dem europäischen Satellitenbetreiber SES und der britischen Bank HSBC. Eine spätere Ausweitung auf 16 Satelliten wird derzeit noch diskutiert. (APA/red, derStandard.at, 26. 6. 2013)

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