Mythen im Kampf gegen die Gelsenplage

26. Juni 2013, 11:52
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Knoblauch und Alkohol bieten laut Arbeiterkammer Oberösterreich keinen Schutz vor Gelsenstichen

Linz/Wien - Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich habe unterschiedliche Angebote getestet, die einen Schutz vor lästigen Gelsen versprechen. Das Fazit: Zum Schutz der Haut eignen sich spezielle Sprays, Gels und Lotionen sowie feinmaschige Gitter vor dem Fenster. Wer trotzdem gestochen wird, sollte nicht kratzen, sondern ein Mittel in der Apotheke besorgen, das den Juckreiz lindert, heißt es von Seiten der AK.

Helle und weite Kleidung

Die beste Wirkung zeigten Produkte, die Diethyltoluamid (DEET) und Icaridin enthalten. Diese sorgen dafür, dass die Mücken vertrieben werden. Wenig wirksam sind laut Konsumentenschützer hingegen Produkte mit ätherischen Ölen, da es zu Schleimhautreizungen und allergischen Reaktionen kommen könne. Weil sich die Insekten am liebsten auf Fuß- und Handgelenke niederlassen, sollten diese besonders gut eingeschmiert werden. Die AK empfiehlt zudem helle, weitere Kleidung, da die Gelsen gerne dunkle, eng anliegende Stoffe heimsuchen.

Unwirksame "Alltagsrezepte"

Die Kammer warnt vor der Unwirksamkeit vieler angepriesener Mittel und vor bestimmten Nebenwirkungen: Mit Gelsensteckern setze man Insektizide frei, die die Augen und Schleimhäute reizen. UV-Licht-Fallen töten zwar die Insekten durch Elektroschock, würden aber viele Nützlinge stärker anziehen. Ultraschallgeräte, die die kleinen Plagegeister akustisch vertreiben sollen, hätten sich in mehreren Tests als wirkungslos erwiesen. Der Schutzeffekt durch die Einnahme von Vitamin-B1-Präparaten, Knoblauch und Alkohol sei ein Mythos. Auch von Smartphone-Apps, die Hochfrequenztöne erzeugen, raten die Konsumentenschützer ab. (APA/red, derStandard.at, 26.6.2013)

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