Frozen Yogurt: Das Topping macht's üppig

26. Juni 2013, 11:04
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Verpackte Produkte enthalten viele Zusatzstoffe, die Bezeichnung "Frozen Yogurt" ist laut VKI häufig nicht gerechtfertigt

Viele sehen es als fettarme Alternative zum Speiseeis: Frozen Yogurt macht dem klassischen Eisstanitzel zunehmend Konkurrenz. Zu häufig sollte man aber auch hier nicht zugreifen: "Auch wenn Frozen Yogurt weniger Kalorien hat als herkömmliche Eiscreme, ist es trotzdem eine Süßigkeit", urteilt der Verein für Konsumenteninformation. Mit gehaltvollen Toppings wie Keksen,  Krokant und stark zuckerhältigen Soßen ist es mit kalorienarm dann ganz vorbei.

Laut einer im Testmagazin "Konsument" (Juli-Ausgabe) publizierten Untersuchung enthalten verpackte Frozen Yogurts aus dem Supermarkt reichlich Fett und Zucker. Besser sei man im Spezialgeschäft oder im Eissalon dran. Bei der Garnierung, den typischen Toppings, kann man mit frischen Früchten statt Karamellsoße, Ahornsirup und Krokant der Kalorienfalle ausweichen.

Frozen Yogurt heißt zwar "gefrorenes Joghurt", dabei handelt es sich allerdings um Softeis, das in einer Eismaschine unter anderem aus Joghurt hergestellt wird. Emulgatoren, Verdickungsmittel und Stabilisatoren sorgen für Textur und Haltbarkeit. Neben Joghurt werden auch Milch, Milchpulver und Joghurtpulver eingesetzt, vor allem bei den verpackten Produkten könne nicht wirklich von "Frozen Yogurt" gesprochen werden, so der VKI.

Fettgehalt niedriger

Zumindest der Fettgehalt ist niedriger als bei traditionellem Speiseeis. Die Kalorienangaben reichen von 100 bis 130 kcal pro 100 Gramm. Bei verpackten Produkten ist der kcal-Gehalt allerdings fast doppelt so hoch und gleicht sich schon Milcheis an, "während das offen verkaufte in etwa so viele Kalorien hat wie Zitronensorbet oder Fruchteis", so die Tester.

Insgesamt wurden Frozen Yogurts in zehn Wiener Geschäften und zwei verpackte Proben in Supermärkten eingekauft. Den höchsten Fettgehalt wiesen mit sieben bis zehn Prozent die beiden verpackten Produkte auf. Das entspricht einem Vanilleeis. Deutlich magerer sind die offen angebotenen Frozen Yogurts mit einem Fettgehalt überwiegend zwischen ein und drei Prozent. Weniger überzeugend fielen die Ergebnisse beim Zuckergehalt aus, teilweise wird stark aufgezuckert.

Wie viel Topping die Kunden auf ihr Eis bekommen, variiert laut den Testern stark, sogar im selben Geschäft. Je nachdem wer gerade hinter der Budel steht, stellten sie Gewichtsdifferenzen von bis zu 30 Prozent fest. Den meisten Fruchtanteil gab es im Eissalon Tuchlauben mit einem Mittelwert von 56 Gramm. Am mickrigsten fiel die Garnierung bei der Schoko Company am Wiener Naschmarkt mit 14,2 Gramm aus. Kaum etwas zu beanstanden gab es bei der mikrobiologischen Untersuchung. (APA, 26.6.2013)

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    Frozen Yogurt heißt nicht automatisch "kalorienarm".

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