Ideenschutz für Düsentriebe

11. April 2013, 17:21
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Forschungsprämie: Neue Auflagen in Sachen Vertraulichkeit bei Evaluierung

Wien - Findige Unternehmen müssen ihre Innovationen künftig besser belegen, wollen sie an die attraktive, zehnprozentige Forschungsprämie gelangen. Doch wenigstens wird ihnen große Diskretion zugesichert, wenn sie ihre Entwicklungen dokumentieren. Dazu liegt seit kurzem eine Verordnung vor, die insbesondere die Vertraulichkeit bei der Evaluierung von Projekten durch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) regelt. Die Gesellschaft fungiert dabei quasi als Gutachter der Finanz.

In den Diskussionen im Vorfeld der Verordnung war die Vertraulichkeit der sensiblen Innovationen ein großes Anliegen der Wirtschaft, weshalb erste Pläne deutlich nachgebessert wurden. Zieht die FFG einen Gutachter zur Evaluierung bei, kann das einreichende Unternehmen de facto ein Veto einlegen. Zwar bleibt der Name des Experten anonym, doch der um die Förderung werbende Betrieb kann alle Fachleute benennen, die aus seiner Sicht nicht infrage kommen. Zudem werden die Forschungsprojekte dem externen Gutachter nur in anonymisierter Form unterbreitet.

Die FFG unterliegt gegenüber dem Finanzamt ohnehin dem Datenschutzgesetz. Zudem muss die Gesellschaft Mitarbeiter und Auftragnehmer zur Wahrung des Datenschutzes verpflichten. In der Wirtschaft zeigt man sich über das hohe Maß an Vertraulichkeit erfreut. Die Maßnahme sei allerdings auch notwendig, weil die Geheimhaltung sensibler Daten für die Betroffenen essenziell sei, heißt es bei der Beratungsgruppe Deloitte. (red, DER STANDARD, 12.4.2013)


Dieser Artikel entstand mit finanzieller Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei derStandard.at.

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