Zumtobel verdient deutlich weniger

26. Juni 2013, 08:13
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Das Jahresergebnis ist auf 6,1 Millionen Euro gesunken, die Dividende wird stark gekürzt. Fürstenfeld-Tochter sperrt zu

Wien/Bregenz - Der Nettogewinn des börsenotierten Vorarlberger Leuchtenkonzerns Zumtobel brach im Geschäftsjahr 2012/13 ein. Das Jahresergebnis sank um 60,1 Prozent auf 6,1 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro zurück, teilte das Unternehmen heute, Mittwoch, im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz mit und bestätigte damit die vorläufigen Zahlen. Die Dividende wird auf 0,07 Euro je Aktie gekürzt, nach 0,20 Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Am Dienstag wurde bekannt, dass Zumtobel seine Tochter In Fürstenfeld schließt. 100 Jobs gehen verloren.

Negative Sondereffekte

Eingeleitet worden seien Restrukturierungsmaßnahmen, um die Kosten an den niedrigeren Umsatz anzupassen und den Herausforderungen des Technologiewandels zu begegnen. Die Restrukturierungen hätten zu negativen Sondereffekten von 14 Millionen Euro geführt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei bei 35,7 (35,0) Millionen Euro gelegen.

Die Eigenkapitalquote lag bei 35,9 (35,8) Prozent. Die Nettoverbindlichkeiten sanken auf 113,2 (141,4) Millionen Euro, so dass sich der Verschuldungsgrad (Gearing) von 38,1 Prozent auf 31,7 Prozent verbesserte.

Vage Aussichten

Im Ausblick heißt es, dass insbesondere in dem für die Zumtobel-Gruppe entscheidenden europäischen Markt eine konjunkturelle Entspannung derzeit nicht erkennbar und die Visibilität weiterhin sehr gering sei. "Im Lichte der verstärkten Planungsunsicherheit ist eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich." (APA, 26.6.2013)

  • Die Visibilität sei "sehr gering". Ein schlechtes Omen für einen Leuchtenhersteller.
    foto: zumtobel

    Die Visibilität sei "sehr gering". Ein schlechtes Omen für einen Leuchtenhersteller.

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