Paszek, Haider-Maurer, Meusburger scheitern in Runde eins

25. Juni 2013, 22:31
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Angeschlagene Vorarlbergerin unterliegt Rumänin Cadantu 2:6,5:7 und wird in der Weltrangliste weit zurückfallen - Auch das weitere Kontingent aus Österreich am Dienstag ohne Satzgewinn

London - Für Tamira Paszek war am Dienstag wie befürchtet die erste Runde von Wimbledon auch die letzte. Die mit einer Oberschenkelverletzung nach London gereiste Vorjahres-Viertelfinalistin musste sich der 30 Plätze hinter ihr liegenden Rumänin Alexandra Cadantu mit 2:6,5:7 geschlagen geben. Damit fallen Paszek auch die 500 Weltranglisten-Punkte aus dem Vorjahr aus der Wertung, die 22-jährige Vorarlbergerin wird damit nach Wimbledon vom 57. Rang auf eine Position außerhalb der Top 100 abrutschen.

Auch Andreas Haider-Maurer und Yvonne Meusburger gelang am Dienstag kein Satzgewinn. Erst unterlag der Niederösterreicher dem Japaner Go Soeda 6:7,5:7,1:6, dann wurde Meusburger von Vorjahrs-Finalistin Agnieszka Radwanska aus Polen in 55 Minuten 6:1,6:1 vom Platz geschossen. Damit ist nur noch Jürgen Melzer im Einzelbewerb mit dabei, er trifft am Mittwoch (3. Partie nach 12.30 Uhr) in Runde zwei auf den Deutschen Julian Reister. 

"Ich bin schon enttäuscht, dass es so glatt ausgegangen ist. Sie hat sehr clever gespielt, gar nicht mit sehr viel Druck, aber sehr platziert und mit Länge", sagte Meusburger nach dem raschen Aus. "Ich hatte mir vorgenommen, die Initiative zu ergreifen. Denn gegen eine Nummer vier braucht man nicht auf Fehler zu warten." Die machte die Vorarlbergerin mit 18 unerzwungen Patzern dann aber ohnehin selbst.

"Der Doppelfehler im ersten Satz beim Satzball hat mir das Genick gebrochen. Das war der Knackpunkt der Partie", erklärte Haider-Maurer, wie sein Match gegen Soeda schon relativ früh gegen ihn zu laufen begann. "Im zweiten Satz habe ich mich dann zwar wieder heran gekämpft, aber dann ein blödes Break kassiert. Mir lag das Spiel von Soeda ohnehin überhaupt nicht. Mit seinem sehr flachen Spiel konnte ich einfach nichts anfangen", so Haider-Maurer.

"Ich bin sehr enttäuscht", gab Paszek nach der Niederlage unumwunden zu. "Ich hatte mir vielleicht schon zu viel für heute vorgenommen. Dabei hätte ich schon froh sein müssen, dass ich überhaupt auf dem Platz stehe", meinte die Dornbirnerin, die aber gar nicht so sehr die Oberschenkel-Schmerzen verantwortlich machte. "Die Power war einfach nicht da. Ich stand in der letzten Woche nur zwei Stunden auf dem Trainingsplatz."

Paszek muss sich nun auf harte Zeiten gefasst machen, ihre Unform erklärt sie duch eine Serie physischer Probleme. "Ich hatte in diesem Jahr das größte Verletzungspech. Ich hatte Lungenprobleme, habe nur gehustet", erklärte sie. Ein Virusproblem sei nun zwar überwunden "ber den Trainingsrückstand merke ich einfach. Ich schnappe auf dem Platz nach Luft. Ich habe sehr viel Arbeit vor mir in den nächsten Wochen."

Sie wolle sich durch die "schlimmste Phase meiner Karriere" jedoch nicht unterkriegen lassen: "Da muss ich jetzt einfach durch."

Titelverteidigerin Serena Williams startete in Wimbledon wie erwartet souverän. Die 16-fache Grand-Slam-Siegerin aus den USA gewann in der ersten Runde gegen Mandy Minella aus Luxemburg 6:1, 6:3 und feierte ihren 32. Sieg in Serie. Seit Februar ist die Nummer eins der Weltrangliste ungeschlagen, sie gewann die Turniere in Miami, Charleston, Madrid und Rom sowie die French Open in Paris. Ihre männliches Pendant Novak Djokovic wärmte sich gegen den Deutschen Florian Mayer recht geruhsam auf - 6:3,7:5,6:4. (red/APA - 25.6. 2013)

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    Die Zeiten dürften für Tamira Paszek nicht leichter werden.

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