Journalisten beklagen mangelnde Medienfreiheit in Bulgarien

25. Juni 2013, 15:35
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Selbstzensur und Schere im Kopf stehen auf der Tagesordnung

Sofia - 64 Prozent der bulgarischen Journalisten klagen über mangelnde Presse- und Medienfreiheit in ihrem Land. Dies berichtete am Dienstag eine bulgarische Journalistenvereinigung bei der Präsentation einer Umfrage zur Medienlage in Bulgarien. Nach der Erhebung klagten knapp zwei Drittel der Journalisten über Druck von Außen, wie der Sozialwissenschaftler Boris Gjurow erklärte.

Während Journalisten öffentlich-rechtlicher Medien vor allem Druck seitens der Politik beklagten, sind Journalisten privater Medien stärker mit Beeinflussungsversuchen aus der Wirtschaft konfrontiert. Knapp 90 Prozent der Journalisten gaben sogar an, dass sie selbst oder Kollegen zumindest schon einmal Interventionen von Außen ausgesetzt gewesen seien.

Selbstzensur und die Schere im Kopf sind bei Bulgariens Journalisten und Medien deshalb weit verbreitet, berichtete Gjurow. Die Medienexpertin Nelli Ognjanowa ortet den Hauptschuldigen für die mangelnde Medienfreiheit in der starken Medienkonzentration im Land. (APA, 25.6.2013)

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