Immer mehr Zeitungen und Magazine bleiben an Schweizer Kiosken

25. Juni 2013, 14:07
1 Posting

Medien werden zunehmend online gelesen - Weniger Werbeeinnahmen

Zürich - An den Schweizer Kiosken bleiben immer mehr Zeitungen und Zeitschriften liegen. Die Leute lesen lieber elektronische Nachrichten, vorzugsweise auf dem Smartphone oder Tablet. Dies geht aus zwei am Dienstag in Zürich präsentierten Studien des Verbands Schweizer Medien hervor.

Der Verkauf von Presseerzeugnissen an Kiosken brach im letztes Jahr um 9 Prozent auf 478 Mio. Franken (390,5 Mio. Euro) ein. Anderseits legte der Ausgabenbereich IT und Telecom nochmals um 0,7 Prozent zu und überstieg die 4-Milliarden-Franken-Grenze, wie es in einer Mitteilung des Verbands Schweizer Medien heißt.

Die Bevölkerung verlegt ihren Medienkonsum immer mehr auf den elektronischen Weg. Dabei ist ihr Mobilität und Innovation besonders wichtig: Erstmals wurden in der Schweiz mehr Smartphones und Tablets als PCs gekauft, wie die Studie "Medienbudget" ausweist.

3.093 Franken für Medienkonsum

Im Jahr 2012 gab jeder Privathaushalt durchschnittlich 3.093 Franken für den Medienkonsum aus. Damit gingen diese Ausgaben gegenüber dem Vorjahr leicht zurück (2011: 3.150), lagen aber noch über dem Wert von 2010 (2.920).

Die Studie "Medientrends" belegt einen "epochalen Umbruch in der Medienbranche". Trotz des Vormarschs der elektronischen Medien erachten die Fachleute die Printmedien als überlebensfähig. Allerdings sei die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unabdingbar, wolle man "die erodierenden Erträge aus dem Kerngeschäft" auffangen.

Insgesamt wurden 2012 auf dem Schweizer Medienmarkt 14 Mrd. Franken umgesetzt. Die Konsumentinnen und Konsumenten gaben 11,1 Mrd. Franken für Medien aus (-1,9 Prozent). Deutlich größer war der Rückgang bei der Werbung: Die Werbeauftraggeber investierten 2,9 Mrd. Franken oder 7,5 Prozent weniger. (APA, 25.6.2013)

Share if you care.