Mobilfunker "3": "Orange" verschwindet im Herbst

25. Juni 2013, 12:11
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Besseres Netz für Orange-Kunden - 3G-Netze werden ab August zusammengeführt, sagt "3"-Chef Jan Trionow

"Orange" verschwindet im Herbst. Im dritten Quartal soll der Mobilfunker in die Marke "3" übergeführt werden, so "3"-Chef Jan Trionow am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.  Die 0699-Vorwahl von Orange bleibt erhalten. Auch die bisherigen Tarife bleiben aufrecht. Insgesamt soll die Übernahme bis Anfang 2015 abgeschlossen sein. Wie viel sich "3" das Rebranding kosten lassen wird, verriet Trionow nicht.

Besseres GSM-Netz "ab heute"

Schon "ab heute" sollen Kunden von einem verbesserten GSM-Netz profitieren. Ab August werden die existierenden 3G-Netze der beiden Mobilfunker zusammengeführt. Bis Oktober soll dies abgeschlossen sein. Davon sollen hauptsächlich Orange-Kunden  profitieren.

Trionow kündigte wesentliche Investitionen in den Netzausbau an, als Folge werde „eines der besten Netze der Welt" entstehen, so Trionow. LTE ("Long Term Evolution") ist die Nachfolgegeneration von UMTS und soll wesentliche höhere Datenübertragungsraten erlauben. Der Zeitplan für den flächendeckenden Rollout von LTE werde auch vom Ausgang der Frequenzversteigerung im Herbst abhängen, so Trinow.

"Die üblichen dreistelligen Millionenbeträge"

Kosten wird die technische Zusammenführung der beiden Unternehmen "die üblichen dreistelligen Millionenbeträge", so Trionow, "genauer möchte ich nicht werden". Die Kosten sollen aber nicht die 500 Mio. Euro übersteigen, die man sich in den nächsten Jahren an Einsparungen durch den Zusammenschluss erhofft.

Die größten Einsparungen soll es im Netzbereich geben. Aus den 4.000 Standorten von "3" und den 4.600 von Orange soll ein einheitliches Netz von 6.000 Standorten entstehen - nach Trionows Rechnung ist das ein Plus von 50 Prozent. Die GSM-Abdeckung erreicht Drei derzeit nur durch ein National-Roaming-Abkommen mit T-Mobile, der Nr. 2 am Markt, das noch längerfristig weiterlaufen soll. Das Roaming mit A1 "gibt es nur noch punktuell" so Trionow, "das läuft" aus.

Kündigungen

Ernst wird es auch für etliche Mitarbeiter von Orange und "3", die durch die Fusion ihre Arbeit verlieren. Die Anzahl der Shops wird wie angekündigt von bisher insgesamt 140 auf 90 reduziert. "Wir haben letzte Woche eine AMS-Meldung durchgeführt für 97 Mitarbeiter, die wir angemeldet haben, primär im Shop-Bereich", sagte Trionow. Das Call Center in Wiener Neustadt wird Ende Jänner geschlossen, 70 Leute dort müssen sich inzwischen ebenfalls nach neuen Jobs umsehen. Wie viele Leute insgesamt gehen müssen, "entscheidet sich Schritt für Schritt", sagte Trionow, "abhängig vom Integrationsfortschritt".

Seinen Marktanteil will "3" von derzeit 23,7 Prozent (inkl. Orange) auf rund 30 Prozent steigern, Trionow will sich aber nicht darauf festlegen lassen, wie rasch er dieses Ziel erreichen möchte. Beim mobil übertragenen Datenvolumen habe man 2012 bereits einen Anteil von über 61 Prozent (44,8 Mio. GB) gehabt. (APA/sum, derStandard.at, 25.6. 2013)

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"3"

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    "3"-Chef Jan Trionow

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