Das "Club Sandwich" als Preisindikator

25. Juni 2013, 15:17
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Zwei getoastete Weißbrotscheiben mit Einlage sind ein guter Indikator für Hotelpreise auf der ganzen Welt

Zwei getoastete Brotscheiben, gefüllt mit verschiedensten Fleisch- und Gemüseeinlagen, vollendet mit diversen Saucen und angerichtet mit Salatblatt, Chips oder einer Tomatenscheibe - das ist das "Club Sandwich". In tausenden Hotels auf der ganzen Welt wird dieser legendäre Snack Gästen angeboten.

Die Preise sind von Hotel zu Hotel sehr unterschiedliche und hotels.com veröffentlich jedes Jahr den "Club Sandwich Index", der, ähnlich dem Big-Mac-Index, das Preisniveau von Hotels in internationalen Städten vergleicht. "Das Club Sandwich, das in Hotels auf der ganzen Welt erhältlich ist, ist der perfekte Preis-Barometer, der Gästen dabei hilft, in etwa die Ausgaben für Dinge des täglichen Bedarfs wie Essen oder Getränke abzuschätzen", erklärt Alison Couper von der Hotelbuchungsplattform Hotels.com.

Der Klassiker auf der Hotelkarte

Das klassische Club Sandwich besteht aus getoastetem Weißbrot, gefüllt mit Hühnchen, Speck, Ei, Salat und Mayonnaise. Untersucht wurden 30 Hotels in der Hauptstadt oder einer touristisch wichtigen Stadt eines Landes in der Fünf-, Vier- und Drei-Stern-Kategorie. Insgesamt wurden für den Index die Preise in 840 Hotels auf der ganzen Welt verglichen.

2012, als der Index zum ersten Mal veröffentlicht würde, war Paris die Stadt mit dem teuersten Club Sandwich. 2013 hat Genf mit einem Sandwichpreis von rund 23 Euro Paris auf den zweiten Platz verwiesen (rund 21 Euro). 2012 lag der Durchschnittspreis für ein Sandwich in Paris bei knapp 25 Euro.

Europa am teuersten

Die teuersten Sandwiches gibt es in Europa. Neben Genf und Paris liegen Oslo (20 Euro), Stockholm (17,60 Euro), Kopenhagen (17 Euro) und Rom (16,90 Euro) unter den teuersten zehn Städten. Auf Platz sieben folgt Tokyo mit durchschnittlich knapp 16 Euro, gefolgt von London (15,70 Euro) und Sydney in Australien (15,60 Euro).

Österreich kommt im Index nicht vor. Deutschland liegt mit Berlin auf Platz 16 (12 Euro). Am billigsten ist das Club Sandwich in Neu Delhi, Indien. Hier bekommt man den Snack bereits um rund sieben Euro. Ebenfalls günstig: Mexico City (8 Euro), Taipeh (8,60 Euro), Bogota in Kolumbien (8,70 Euro) oder Bangkok (knapp neun Euro).

In New York, der Stadt die stellvertretend die USA vertritt, kostet das Sandwich rund 13 Euro, in Moskau liegt der Preis bei 12,85 und in Peking bei etwa 9,60 Euro.

Die Luxus-Variante

Ein Hotel in Hongkong bemüht sich allerdings redlich darum, den Weg zum teuersten Club Sandwich der Welt zu beschreiten. Im Hullet Hotel wurde ein Sandwich kreiert, das mit mit einem Preis von rund 47 Euro sogar Genf toppt. Allerdings bekommt man für sein Geld auch einiges geboten: Belugakaviar, Balik Lachs und Wagyu Beef. Als Dekoration gibt's unter anderem Iberischen Schinken, Tomaten aus Rom, französisches Hühnchen und italienische Bio-Eier. (red, derStandard.at, 25.6.2013)

Club Sandwich-Preise in Euro, gerundet:

Genf - 23,20 Euro
Paris - 18,60 Euro
Oslo - 20,30 Euro
Stockholm - 17,60 Euro
Kopenhagen - 17 Euro
Rom - 16,90 Euro
Tokyo - 15,80 Euro
London - 15,70 Euro
Sydney - 15,60 Euro
Hongkong - 15 Euro
Helsinki - 15 Euro
Seoul - 14 Euro
New York - 13,30 Euro
Moskau - 12,80 Euro
Amsterdam - 12,70 Euro
Berlin - 12 Euro
Singapur - 11,70 Euro
Toronto - 11,60 Euro
Dublin - 11,50 Euro
Madrid - 11,20 Euro
Rio de Janeiro - 11 Euro
Peking - 9,60 Euro
Buenos Aires - 9 Euro
Bangkok - 8,90 Euro
Bogota - 8,70 Euro
Taipeh - 8,60 Euro
Mexico City - 8 Euro
Neu Delhi - 7 Euro

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