Wo man Jugend ernst nimmt

24. Juni 2013, 18:02
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Jugendliche schätzen es, ernst genommen zu werden, so das Credo des "Vereins zur Förderung der Jugendkultur"

"Verein zur Förderung der Jugendkultur" - so heißt das Medienkulturhaus im Untertitel. Eine Form der Kultur, die indes - und das beweist das mkh täglich - nicht gleichbedeutend mit Unterforderung sein muss. Im Gegenteil: Jugendliche schätzen es, ernst genommen zu werden, so das Credo, erzählt Leiter Günter Mayer. Die Film- und Fernsehworkshops seien ein gutes Beispiel: Regisseure wie Florian Pochlatko arbeiten auf Augenhöhe mit Interessierten, von denen viele dem MKH verhaftet bleiben. Sie können sowohl konzipieren als auch produzieren. Ein Ansatz, der sich auch in einem MKH-Zine beweist: Jugendliche Autoren schreiben neben etablierten. Einen Filmworkshop wird es auch im Sommer geben - "Das wird ein regelrechtes Trashwochenende", hält Peter Schernhuber (Jugend- Medien-Festival Youki) fest. Der MKH Turm wird zum Hauptquartier jugendlicher Superhelden, die Filmemacher arbeiten dabei in allen Abteilungen (Regie, Drehbuch, Ton, Produktion) mit. Das spricht sich herum: Schulklassen auch aus Wien kommen, wenn sie auf " Bundesländerwoche" sind, ins MKH, schauen sich um, besuchen die Galerie oder buchen einen Workshop. Kooperationen mit Schulen aber auch mit anderen Kunst- und Kulturpartnern seien gerade in Wels unumgänglich, so Mayer. Und er hat den erst kürzlich von seiner Funktion als Landesmuseumsdirektor zurückgetretenen Peter Assmann (nunmehriger Leiter des Privatmuseums Angerlehner in Thalheim bei Wels) zu einer Diskussionsrunde über Baselitz eingeladen.

Es brächte ja nichts, hier ein Konkurrenzverhalten an den Tag zu legen, dafür ist das Einzugsgebiet zwischen Linz und Wels ohnehin nicht groß genug. (wkh, DER STANDARD, 25.6.2013)

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