Nach Temperatursturz von 25 Grad bleibt es weiter kalt und nass

24. Juni 2013, 15:22
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Im Hitzepol Waidhofen a. d. Ybbs etwa hatte es am Montag nur mehr knapp 12 Grad

Wien - Das aktuelle Wetter ist geprägt von Regen, Kälte und Windböen und wird sich auch in den kommenden Tagen kaum bessern. Die noch vor kurzem dominierende Hitzewelle wurde innerhalb weniger Tage bzw. oft nur einiger Stunden von einer Kaltfront regelrecht weggefegt.

Bestes Beispiel ist der neue Juni-Rekordhalter Waidhofen an der Ybbs. Dort wurde am Donnerstag mit 38,6 Grad noch ein historischer Höchstwert für Österreich gemessen, am Montag musste man sich allerdings mit 11,8 Grad begnügen. Die Differenz beträgt beachtliche 26,8 Grad.

Wetterumsturz

Für Experten wie den Klimatologen Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien ist der Wetterumsturz allerdings nicht so ungewöhnlich: "So etwas gibt es im Schnitt alle zwei bis vier Jahre, das ist nicht außergewöhnlich." Ob im Juni 2010 oder im August 2011 - dass Temperatur um 25 Grad fallen, sei kein Jahrhundertereignis.

4,9 Grad in Obergurgl

Der Kältepol in den bewohnten Gegenden Österreichs lag am Montag in Obergurgl in Tirol mit 4,9 Grad. Und ebenso wie es vergangene Woche flächendeckend heiß war, wurde es diese Woche auch flächendeckend kalt. So hatte es in Ferlach in Kärnten vergangene Woche 35,8 Grad, am Montag aber nur noch 12 Grad. Im Vorarlberger Bludenz sank die Temperatur von 35,9 Grad auf 10,0. Und auf der Hohe Warte in Wien ging es innerhalb von vier Tagen von 33,4 auf 12,6 Grad hinunter.

Schlechtes Wetter auch in den nächsten Tagen

Nicht unüblich für solche Temperaturstürze sind auch die Tage nach solchen Wetterphänomenen. Denn sobald einmal massive Kaltluft einbricht, zieht sie meist eine längere Phase an schlechtem Wetter hinter sich her. Bis sich die Luft wieder erwärmt, dauert es mitunter. Das bedeutet, dass die Temperaturen auch in den kommenden Tage kaum steigen.

Ab Donnerstag etwas besser

Laut Vorhersage des Wetterdienstes Ubimet regnet es am Dienstag vor allem nördlich der Alpen immer wieder. Im Osten sogar so stark, dass es zu Überflutungen kommen kann. Die Temperaturen liegen zwischen 11 und 16 Grad im Norden und Westen. Im Süden ist es weitgehend trocken mit knapp unter 20 Grad.

Erst am Mittwoch sollen die Niederschläge auch im Norden und Westen nachlassen, allerdings bleibt es weiterhin sehr windig und die Temperaturen schaffen nur im Süden die 20 Grad-Marke. Freundlicher soll sich der Donnerstag gestalten. Aber die Temperaturen liegen mit etwas über 20 Grad weiter unter jenen Werten, die für die Jahreszeit typisch sind - das gilt auch für den Süden des Landes. (APA/red, derStandard.at, 24.6.2013)

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    Regenwetter zu Wochenbeginn.

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