Andere Sitten: Kuh-Banking in Afrika

24. Juni 2013, 14:29
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Menschen in Simbabwe können an Geld und ein Konto kommen. Sie überlassen einer Bank ihr Getier und kassieren Zinsen in Cash oder Kuh

Wie die Bank zu den Kunden kommt, macht derzeit ein Institut in Simbabwe vor: Gerade eben hat laut Handelsblatt die erste Vieh-Bank eröffnet. Kunden bringen ihre Tier als Pfand und bekommen dafür Bargeld. Für viele arme Menschen in ländlichen Regionen des Landes im Süden Afrikas ist es das erste Bankkonto ihres Lebens.

"Vieh-Banking ist der einzige Weg, wie Besitzer Geld für ihre Tiere bekommen können, ohne sie zu verkaufen", sagt Bank-Manager Charles Chakoma der Nachrichtenagentur AP. Die Eigentümer bekommen Zinsen und haben die Option, ihre Tiere nach zwei Jahren wieder zurückzubekommen - oder es der Bank längere Zeit zu überlassen.

Schaffen es die Besitzer nicht, das Geld zurückzuzahlen, behält die Bank die Tiere. Wenn ein Besitzer stirbt, kann ein enges Familienmitglied die Zahlung übernehmen und das Vieh zurücknehmen.

Die Bank, die auch einige Fast-Food-Restaurants besitzt, behält sich das Recht vor, ältere Tiere zu schlachten und zu verwerten. Die Tiere würden dann durch produktivere Tiere des selben Wertes ersetzt, heißt es. (red, derStandard.at, 24.6.2013)

Handelsblatt: Geld oder Kuh

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