Mysteriöses Voynich-Manuskript: Hinweise auf enthaltene Botschaft entdeckt

Ansichtssache30. Juni 2013, 23:49
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Außerdem: Neue Vogelart inmitten der Großstadt, Rekordreise einer Taube und weiche Roboterhände

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foto: beinecke rare book & manuscript library, yale university/o.h.

Voynich-Manuskript mit Methoden der Informationstheorie untersucht I

An diesem Rätsel haben sich bereits ganze Heerscharen von Experten die Zähne ausgebissen: Das berühmte Voynich-Manuskript widersteht seit seiner Auffindung im Jahr 1912 in einer Villa im italienischen Frascati jeglichem Versuch einer Übersetzung. Pergament und Tinte des geheimnisvollen Werkes dürften laut Radiokarbonanalyse aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. Das Buch enthält auf 102 von ursprünglich mindestens 116 Seiten vielfach kolorierte Zeichnungen von unbekannten Pflanzen, mysteriösen mechanischen Vorrichtungen, astronomische Diagramme sowie zahlreiche Darstellungen nackter Frauen (hier ein Beispiel aus der sogenannten "anatomischen" Sektion des Buches). Der Text ist in einer nicht bekannten Schrift und Sprache verfasst. Während Materialuntersuchungen darauf hinweisen, dass der Kodex im Sinne eines historischen Dokumentes tatsächlich echt ist, herrschen hinsichtlich des Inhalts Zweifel.

In den vergangenen Jahrzehnten durchgeführte statistische und phonotaktische Analysen brachten keine eindeutige Antwort auf die Frage, ob das Voynich-Manuskript echte Sprache enthält. In den letzten zehn Jahren kamen mehrere Untersuchungen eher zu dem Schluss, dass es sich hauptsächlich um eine ausgefeilte aber sinnlose Aneinanderreihung von Zeichen handelt, die mit Schablonen und Buchstabentabellen erstellt wurde. Laut einem beiliegenden Dokument soll Kaiser Rudolf II. von Habsburg das Manuskript einst einem unbekannten Händler abgekauft haben. Einige Experten halten es daher für möglich, dass das Werk extra dafür geschaffen wurde, es dem am Mystischen sehr interessierte Monarchen für teures Geld unterzujubeln.

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