Festnahmen nach Mord an ausländischen Bergsteigern in Pakistan

24. Juni 2013, 12:00
16 Postings

20 Verdächtige festgenommen - Weitere Festnahmen erwartet

Islamabad - Nach den Morden der Taliban an zehn ausländischen Bergsteigern am Basislager des Nanga Parbat in Pakistan hat die Polizei nach Regierungsangaben 20 Verdächtige festgenommen. "Die Fahndung nach den Angreifern ist im Gange", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Umer Hameed Khan, am Montag in Islamabad. "Wir erwarten noch weitere Festnahmen."

Khan korrigierte die Angaben der Polizei zu den Nationalitäten der Opfer. Es habe sich um drei Ukrainer, zwei Chinesen, einen Amerikaner chinesischer Herkunft, zwei Slowaken, einen Litauer und einen Nepalesen gehandelt, sagte er. Auch ein pakistanischer Helfer sei getötet worden. Die Bergsteiger gehörten zu drei verschiedenen Expeditionen, die den neunthöchsten Berg der Welt besteigen wollten.

Bergsteiger zum Abbruch aufgefordert

Dutzende weiterer ausländischer Bergsteiger, die den Aufstieg bereits begonnen hatten, waren zum Abbruch aufgefordert worden. Nazir Sabir vom Veranstalter Seven Summit Treks sagte, die Expeditionsteilnehmer seien zum Flugplatz in Gilgit gebracht worden und würden noch am Montag in die Hauptstadt Islamabad geflogen.

Die pakistanischen Taliban (TTP) hatten sich zu dem Mord an den Bergsteigern in der Nacht auf Sonntag bekannt. Sie sprachen von einer Racheaktion für die Tötung ihres Vizechefs Wali ur Rehman, der Ende Mai bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden war. (APA, 24.6.2013)

Share if you care.