Neue Hoffnung für Menschen mit überaktiver Blase

24. Juni 2013, 10:31
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Beta3-Agonist als effizientes Mittel identifiziert - Publikumsveranstaltung "Alles unter Kontrolle"

Wien - Jeder dritte Österreicher über 65 Jahre leider unter permanentem Harndrang. Jetzt gibt es neue Hoffnung für die Betroffenen. In einer multizentralen, weltweiten Phase III-Studie konnte gezeigt werden, dass ein Beta3-Agonist als effizientes Medikament gegen die überaktive Blase eingesetzt werden kann.

"Der Vorteil gegenüber bisherigen Medikamenten, den so genannten Antimuskarinika, ist, dass der Beta3-Agonist Mirabegron ein günstigeres Nebenwirkungsprofil zeigt", erklärt Heinz Kölbl, der seit 15 Jahren in die Entwicklung dieser Therapie mit eingebunden ist. Großer Nachteil bei den derzeit gängigen Antimuskarinika ist eine einher gehende, starke Mundtrockenheit.

Muskelkontraktion verringert sich

Eine überaktive Blase imponiert ähnlich wie eine Blasenentzündung. Es besteht der ständige Drang, zu urinieren, entzündlicher Prozess findet keiner statt. "Daraus entstehen in vielen Fällen schwere soziale und persönliche Probleme. Das kann bis zur sozialen Isolation der Betroffenen führen," sagt Kölbl. Bei Männern kommen oft auch Beschwerden der Prostata dazu.

In der aktuellen Studie mit 5.000 Probanden, an der sowohl Gynäkologen als auch Urologen der MedUni Wien involviert waren, wurde der Beta3-Agonist als effizientes Mittel gegen die überaktive Blase identifiziert. Der Wirkstoff stoppt die ständige Muskelkontraktion der Blase und sorgt damit für eine deutliche Verminderung der Beschwerden – auch im Vergleich mit Antimuskarinika.

Blasen- und Darmschwäche ist eine Erkrankung, die etwa 25 Prozent der Bevölkerung betrifft, und mit zunehmendem Alter steigt. Frauen sind generell häufiger betroffen als Männer. Als Risikofaktoren gelten außerdem unter anderem Schwangerschaft, Geburt, Übergewicht, Diabetes, Alzheimer oder Depressionen. (red, derStandard.at, 24.6.2013)

 

Die Publikumsveranstaltung "Alles unter Kontrolle" findet am 25. Juni 2013 (16-20 Uhr), im Hörsaalzentrum der MedUni Wien / AKH Wien (Ebene 7 und 8, Währinger Gürtel  18-20, 1090 Wien) statt.

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