Facebook will zur Zeitung werden

24. Juni 2013, 10:20
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Das soziale Netzwerk arbeitet laut Bericht an einem News-Reader speziell für mobile Endgeräte

Facebook arbeitet an einem neuen Dienst, über den Inhalte von Nutzern und Zeitungsherausgebern speziell aufbereitet werden. Der intern schlicht "Reader" genannte Service soll nach Informationen des Wall Street Journals für mobile Endgeräte zugeschnitten sein und an die populäre Social-News-App Flipboard erinnern.

Neuer Newsfeed und Hashtags

Das Fundament, um den Medienkonsum weiter auszubauen, hat Facebook bereits geschaffen. Im März hatte CEO Mark Zuckerberg den neuen Newsfeed vorgestellt und erklärt, damit "die beste personalisierte Zeitung der Welt bieten". Mit den kürzlich neu eingeführten Hashtags können nun wie auf Twitter Themen und Inhalte verfolgt werden. Facebook sucht damit offenbar nach weiteren Möglichkeiten der mobilen Nutzung seines sozialen Netzwerkes. Das Anzeigengeschäft dürfte dabei keine unwesentliche Rolle spielen, zumal immer mehr User das Internet bzw. Facebook mobil nutzen.

Unternehmenswandel

Seit der Gründung im Jahr 2004 hat sich Facebook stark verändert. Von einem Uni-Netzwerk hat sich das Unternehmen mittlerweile zu einem Dreh- und Angelpunkt des Webs mit über 1,1 Milliarden Nutzern entwickelt. Über Facebook werden unter anderem Events organisiert und Konversationen geführt. Unternehmen, Prominente und politische Parteien halten Kontakt zu Fans und Anhängern. Nutzer können anderen mittweilen, was sie aktuell lesen, hören oder sehen und so auch neue Musik, Artikel, Bücher oder Filme entdecken.

Börsendebakel

Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook. Vor allem nach dem missglückten Börsengang sucht das Unternehmen neue Wege, um sein Anzeigengeschäft anzukurbeln. Erst kürzlich gab Facebook bekannt mit über einer Million Werbekunden zusammenzuarbeiten. Die Aktie war nach dem Börsengang mit einem Ausgabepreis von 38 US-Dollar auf unter 18 Dollar abgerutscht. Inzwischen hat sie sich leicht erholt. Wann Facebook den Reader starten will, ist bislang nicht bekannt. (red, derStandard.at, 24.6.2013)

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    Facebook sucht nach neuen Möglichkeiten der mobilen Nutzung.

  • Facebooks Reader soll laut WSJ-Informationen ähnliche wie Flipboard aufgebaut sein.
    foto: flipboard

    Facebooks Reader soll laut WSJ-Informationen ähnliche wie Flipboard aufgebaut sein.

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