ATX schließt klar tiefer

24. Juni 2013, 17:49
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Erste Group brechen über sieben Prozent ein

Wien Die Wiener Börse hat am Montag etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel 106,64 Punkte oder 4,68 Prozent auf 2.170,86 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,50 Prozent, DAX/Frankfurt -1,25 Prozent, FTSE/London -1,43 Prozent und CAC-40/Paris -1,70 Prozent.

Marktbestimmendes Thema in Wien waren heute die Ankündigungen über die Rückzahlung des Partizipationskapitals der Erste Group und der damit verbundene Kursrutsch, der den ATX tief ins Minus drückte. Die schwachen internationalen Märkte litten unter den Sorgen um die chinesische Wirtschaft, die von Liquiditätsengpässen im Banksystem ausgebremst werden könnte. Letzte Woche war der Interbankgeldmarkt in China annähernd zusammengebrochen.

Die Erste Group hat heute angekündigt ihr gesamtes Partizipationskapital in der Höhe von 1,76 Mrd. Euro im dritten Quartal diesen Jahres zurückzahlen zu wollen. Anleger zeigten sich von der Finanzierung durch eine mögliche Kapitalerhöhung in der Höhe von 660 Mio. Euro verunsichert, hatte die Erste doch noch vor zwei Monaten so einen Schritt abgelehnt. Einem Analysten zufolge hatte die Österreichische Nationalbank (OeNB) die Erste aufgefordert zumindest ein Drittel des Kapitals zurückzuzahlen. Weiters belastete ein gesenkter Ausblick: Bis zu fünf Prozent weniger Betriebsergebnis werden nun für 2013 erwartet, hieß es in einer Aussendung der Bank. Die Aktie brach zwischenzeitlich um über zehn Prozent ein und schloss mit einem dicken Minus von 8,47 Prozent bei 20,09 Euro.

Raiffeisen deutlich tiefer

Raiffeisen sackten 4,86 Prozent auf 22,73 Euro ab. Nach dem Schritt der Erste Group wird nun auch bei der Raiffeisen Bank International (RBI) über eine Rückzahlung des Partizipationskapitals spekuliert. Die RBI hatte sich während der Krise 2,5 Mrd. Euro Kapital bei öffentlichen und privaten Geldgebern geliehen.

Ansonsten blieb die Meldungslage bei den heimischen Unternehmen eher dünn. Die OMV wird gemeinsam mit der staatlichen Abu Dhabi National Oil Company im Osten von Abu Dhabi nach Öl und Gas suchen. Ein entsprechendes Abkommen wurde am Sonntag unterzeichnet, hieß es von Unternehmensseite. Die Öl-Titel knickten im schwachen Umfeld um 4,80 Prozent auf 33,30 Euro ein.

Zu den größten Verlierern zählten auch Wienerberger (minus 5,78 Prozent auf 8,95 Euro) und Mayr-Melnhof (minus 5,17 Prozent auf 77,00 Euro). Telekom Austria verloren 4,64 Prozent auf 4,75 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Telekom-Papiere leicht von 5,3 auf 5,2 Euro gesenkt und die Empfehlung "Sell" bestätigt.

Ebenso wurden Verbund-Titel nun mit einem Kursziel von 20 Euro etwas schwächer als zuletzt (21 Euro) eingestuft. Hier lautet das Votum von Goldamn Sachs allerdings "Buy". Die Papiere sanken um 3,34 Prozent auf 14,60 Euro.

Die größten Kursgewinner

1. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG    +1,77 Prozent
2. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. +0,45 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer:

1. ERSTE GROUP BANK AG           -8,47 Prozent
2. WIENERBERGER AG               -5,78 Prozent
3. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG   -5,71 Prozent
4. MAYR-MELNHOF KARTON AG        -5,17 Prozent
5. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG  -4,86 Prozent
6. OMV AG                        -4,80 Prozent
7. TELEKOM AUSTRIA AG            -4,64 Prozent
8. VIENNA INSURANCE GROUP AG     -4,38 Prozent
9. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG      -4,22 Prozent
10. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -3,98 Prozent (APA, 24.6.2013)
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