PlayStation 4 vs. Xbox One: Rennen um die Next-Gen ist neugestartet

24. Juni 2013, 10:56
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Sony steigert Verkaufserwartungen und Microsoft richtet PR neu aus - Vorbestellungen ziehen an

Nach Microsofts Einlenken bei den Xbox One-Restriktionen ist der Wettlauf um die nächste Konsolengeneration neu gestartet. Dafür sprechen auch die Vorbestellungen bei Amazon.Com, bei denen sich die XBO erstmals seit der Videospielmesse E3 wieder an die Spitze schieben konnte - wenn auch dicht gefolgt von gleich mehreren PlayStation 4-Modellen. Während Microsoft sich nun mit einer geschärften PR in das Rennen stürzen kann, scheint Sony seinen Generationswechsel bereits auf Hochtouren vorzubereiten. Keines der Unternehmen scheint dabei kurzfristig geplant zu haben. 

Profitabilität im Fokus

Die PS4 muss innerhalb des ersten Jahres nach dem Verkaufsstart Ende 2013 Gewinne abwerfen. Dies bestätigte der britische Sony-Manager Fergal Gara gegenüber GamesIndustry und betonte, dass der Preis für die Konsole von 399 Euro keine Reaktion auf Microsofts 100 teurere Xbox One gewesen sei. Anstelle dessen habe man die Marktpositionierung der PS4 lange im voraus geplant und dabei das gesamte Spielegeschäft berücksichtigt, nicht nur die Hardware.

"Unter dem Strich von allem, was wir tun, ob es die Konsole selbst, die Software, das Zubehör oder das Digital-Geschäft ist, es muss sich alles rechnen und wir erwarten sowohl kurz- als auch mittelfristig, profitabel zu arbeiten", so Gara. 

Vorbestellungen angekurbelt

Oberstes Ziel Sonys scheint es zu sein, so schnell wie möglich die Installationsbasis der PS4 auszubauen. Hierfür hat man anscheinend nicht nur die Kosten dementsprechend kalkuliert, sondern auch die Produktion angekurbelt. Aus einem der Seite Gametrailers zugespielten internen Memo des Fachhändlers Gamestops geht hervor, dass Sony seit dem vergangenen Wochenende bis auf unbestimmte Zeit die Limitierung für PS4-Vorbestellungen aufgehoben hat. Zuvor durfte jede Filiale nicht mehr als 100 Konsolen reservieren lassen. Gegenüber dem Wall Street Journal rechnete US-PlayStation-Boss Jack Tretton zuvor, dass es aufgrund der hohen Nachfrage zu Lieferengpässen kommen könnte. Diese Sorge scheint zumindest vorerst nicht mehr gegeben zu sein.

Der japanische Konzern scheint mit der Konsolenfertigung auch im Vergleich zu Microsoft gut auf Kurs zu liegen. Gamestop erhielt von Microsoft die Weisung, pro Filiale nicht mehr als 30 Xbox One-Vorbestellungen entgegenzunehmen. 

Wettlauf gestartet

Das Rennen um die nächste Konsolengeneration dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten erst so richtig verschärfen, nachdem Microsoft nach heftiger Kritik auf das strickte Online-DRM-System der Xbox One verzichtet hat. Entscheidend sei nun, dass der Konzern seine Kommunikation fokussiert, meint Wedbush Morgan-Analyst Michael Pachter gegenüber GameIndustry

Sollte es Microsoft nicht schaffen, die höheren Kosten der Xbox One aufgrund des beigelegten Kinects als Mehrwert verkaufen zu können und innerhalb der ersten sechs Monate mit der PS4 gleichzuziehen, erwartet Pachter eine baldige Preissenkung. Sony wiederum muss es gelingen, die Vorzüge der leistungsstärkeren Hardware zu kommunizieren. (zw, derStandard.at, 24.6.2013)

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