#aufschrei gewinnt Grimme Online Award

24. Juni 2013, 09:27
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Erstmals gewinnt eine Twitter-Kampagne den Preis

Der Grimme Online Award ist zum ersten Mal seit seinem Bestehen an eine Twitter-Kampagne gegangen. Der Hashtag "#aufschrei", der aus Protest gegen Alltags-Sexismus ins Leben gerufen wurde, ist nun mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden. Begründet hat dies die Jury damit, dass erst durch Twitter die gesellschaftliche Diskussion über Sexismus an Dynamik gewonnen hätte, die später in anderen Medien fortgeführt wurde. Preisträger sind all jene, die sich unter dem Hashtag an der Online-Diskussion beteiligt hatten.

Preis geht an alle Beteiligten

Laut Heise erklärte die Mitinitiatorin Anne Wizorek, dass "#aufschrei" Sexismus wieder sichtbar gemacht habe. Man sei längst an einem Punkt angekommen, an dem viele glauben, dass Sexismus ein Relikt alter Zeiten sei, so Wizorek. Gewalt an Frauen werde immer noch nicht ausreichend sanktioniert, Opfern werde immer noch Mitschuld gegeben. Wizorek freut sich, dass der Preis an alle gerichtet ist, die sich an der Diskussion beteiligt haben.

Weitere Preisträger

Nominiert waren dieses Jahr immerhin 28 Online-Projekte, acht davon erhielten die Auszeichnung. Unter den anderen Preisträgern befindet sich beispielsweise die Schweizer Politplattform "Politnetz" und die Satire-Website "Der Postillon", die auch den Publikumspreis abräumen konnte. Weiters gab es einen Preis für die Web-Doku "Alma" von Arte, die Website "Plan B" von Volontären der Deutschen Welle und der Podcast "Soziopod". Den Preis in der Kategorie Kultur und Unterhaltung ging an den Fußball-Live-Ticker von "11Freunde" und die "Museumsplattform  NRW". (red, derStandard.at, 24.6.2013)

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Heise

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    #aufschrei wurde ins Leben gerufen, um Alltags-Sexismus aufzuzeigen

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