Kosmonauten wurden bei "Weltraumspaziergang" nicht mit der Arbeit fertig

25. Juni 2013, 11:58
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Unter anderem Modul für Kühlsystem getauscht und Material-Experiment abmontiert

Moskau - Zwei russische Kosmonauten haben am gestrigen Montag einem anstrengenden Außeneinsatz im All hinter sich gebracht und dabei mehrere Module an der Internationalen Raumstation ISS befestigt. Während ihrer sechs Stunden und 35 Minuten langen Mission, die via NASA-TV live im Internet übertragen wurde, konnten Alexander Missurkin und Fjodor Jurtschichin allerdings nicht ihre gesamten geplanten Aufgaben erledigen, wie das Flugleitzentrum bei Moskau in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) mitteilte. "Das Befestigen von Halterungen für Kabelnetze hat sie länger beschäftigt als geplant, daher wurden Griffe nicht installiert", sagte Sprecher Alexander Poleschtschuk.

Kürzung der Bonuszahlungen?

Um den Bedingungen in der Schwerelosigkeit so nahe wie möglich zu kommen, sei der Einsatz wie immer detailliert im Wasserbecken eines Ausbildungszentrums bei Moskau trainiert worden, sagte Poleschtschuk. "Deswegen ist es ärgerlich, wenn nicht alles erledigt wird." Jurtschichin und Missurkin würden vermutlich einen Teil der Bonuszahlungen für Außeneinsätze nicht erhalten.

Bei ihrem Einsatz etwa 400 Kilometer über der Erde tauschten die Raumfahrer auch ein Modul an einem wichtigen Kühlsystem aus. "Es funktioniert zwar noch, aber die offizielle Betriebszeit ist abgelaufen, und wir wollen nicht, dass es plötzlich ausfällt", sagte ein Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Zudem demontierten Missurkin und Jurtschichin einen Behälter mit Metallproben. Ursprünglich waren an der ISS zwei dieser Behälter befestigt, allerdings entglitt Mitte April dem Kosmonauten Pawel Winogradow ein Kasten. Er schwebt seitdem unerreichbar im All.

Es war der 169. Weltraumausstieg für Wartungs- und andere Arbeiten an der Internationalen Raumstation ISS. Für Jurtschichin war es bereits der sechste und für Missurkin der erste "Weltraumspaziergang". Der nächste Außeneinsatz ist für Juli geplant. Auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Italiener.(APA/red, derStandard.at, 25.06.2013)

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    Außenarbeiten an der ISS - rote Kennzeichnung am Raumanzug bedeutet: Hier ist Fjodor Jurtschichin am Werk.

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