38-Jährige starb bei Explosion im Bezirk Linz-Land

23. Juni 2013, 15:45
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Gasflasche im Keller von Einfamilienhaus als Auslöser - Frau hinterlässt fünfjährigen Buben und 36-jährigen Lebensgefährten - Gebäude nicht mehr bewohnbar

Kematen an der Krems - Eine Explosion in einem Einfamilienhaus hat am Sonntag in Kematen an der Krems (Bezirk Linz-Land) für eine 38-Jährige tödlich geendet. Sie war in den Keller gegangen, um nachzuschauen, ob eine Therme funktioniert. Kurz vor 12.00 Uhr explodierte plötzlich eine der Gasflaschen, mit der das Gerät betrieben wurde. Der Lebensgefährte der Verunglückten erlitt Abschürfungen. Weitere Personen, die sich im und vor dem Gebäude befanden, blieben unverletzt.

Der 36-jährige Freund der Frau, dem das Haus gehört, und sein 35-jähriger Cousin waren während der Explosion im Erdgeschoß in der Küche. Sie konnten sich in Sicherheit bringen. Der fünfjährige Sohn der Toten und des Hausbesitzers sowie der zehnjährige Sohn des Cousins hatten im Garten gespielt.

Ursache unbekannt

Teile des Hauses stürzten ein. Die alarmierten Einsatzkräfte suchten fieberhaft nach der Verschütteten, konnten sie aber am Nachmittag nur mehr tot bergen. Ob sie bei der Explosion ums Leben kam oder später unter den Trümmern, stand vorerst nicht fest, ebenso wenig die Ursache. Auslöser könnte sowohl ein technischer Defekt als auch ein Bedienungsfehler, ein Zündfunken oder etwas anderes gewesen sein, so die Polizei-Pressestelle Oberösterreich auf APA-Anfrage. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich, das Haus kann nicht mehr bewohnt werden. Die Familie wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.

Der 36-Jährige hatte die Gastherme am Samstag im Keller aufgestellt, um den Raum nach dem Hochwasser zu trocknen. Am Sonntag schloss er gegen 10.00 Uhr eine neue Gasflasche mit rund zehn Kilo Inhalt an. Wenig später ereignete sich das Unglück. (APA, 23.6.2013)

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