Steve Wozniak: "Ich fühle mich für IT-Überwachung ein bisschen mitschuldig"

22. Juni 2013, 14:16
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Der Apple-Mitbegründer sprach in einem CNN-Interview über Regierungsüberwachung und Edward Snowden

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak gab in einem CNN-Interview an, dass er den NSA-Whistleblower Edward Snowden genauso sehr bewundere wie Daniel Ellsberg, der 1971 geheime Pentagon-Papiere veröffentlichte. Weiters gab Wozniak an, dass er sich auch ein bisschen schuldig fühle, für neue Technologien gesorgt zu haben, die von den Regierungen für Spionage verwendet werden.

Geld von Bevölkerung für Überwachung

Im Bezug auf den US-Spitzel-Skandal gab der US-Amerikaner an, dass die Regierung von der Bevölkerung gestellt wird, von dieser bezahlt wird und sich auch um diese kümmern sollte. Stattdessen würde die Regierung das Geld aber “für die Überwachung der Menschen verwenden“.

Mehr Freiheit ermöglichen

Als ihn der CNN-Moderator auf die Tatsache hinwies, dass die Überwachung nicht ohne Technik-Innovatoren wie Wozniak möglich gewesen wäre, antwortete der Apple-Gründer, dass er sich “ein wenig schuldig fühle“, obwohl er mit seinen Erfindungen den Menschen mehr Freiheit ermöglichen wollte.

Keine Privatkonversation mehr möglich

Bevor es E-Mails überhaupt gab, habe man laut Wozniak Briefe verschickt, die ungeöffnet beim Empfänger ankamen. Heutzutage wäre eine Privatkonversation nicht mehr möglich, da die Regierung der Ansicht ist, dass eine E-Mail nicht privat sein kann.

Verfassung durch Patriot Act untergraben

Weiters gab der 62-Jährige im CNN-Interview an, dass die Verfassung durch den Patriot Act “untergraben wurde“. Die Regierung würde heimlich alles als Terrorismus einstufen, was ihnen nicht passt und in sämtlichen Dingen ohne irgendeiner richterlichen Genehmigung vorgehen. (red, derStandard.at, 22.06.2013)

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    The Woz.

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