Österreichs Handballer bei EM gegen Dänen, Tschechen und Mazedonier

21. Juni 2013, 20:39
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ÖHB-Team zufrieden mit der Auslosung

"Es hat weit schlimmere Gegner gegeben", meinte Viktor Szilayi nach der Auslosung für die Handball-EM-Endrunde zum Los des österreichischen Nationalteams. Mit Dänemark wartet der regierende Champion und Gastgeber auf die ÖHB-Herren, dazu gibt es in der Gruppenphase Spiele gegen Tschechien und Mazedonien.

"Trotzdem werden wir jetzt nicht übermütig. Wir sind nach wie vor eine kleine Handballnation, bei der viel zusammenpassen muss, damit wir diese Nationen schlagen", meinte Szilagyi. Das erstmals sportlich qualifizierte ÖHB-Team trägt beim von 12. bis 26. Jänner 2014 laufenden Turnier seine Spiele in Herning aus.

Szilagy freut sich besonders über die Zusammenlosung mit den Veranstaltern: "Das bedeutet, dass wir die gesamte Vorrunde in der Herzstadt der EM vor voller Halle spielen können." Dänemark dürfte für die Auswahl von Teamchef Patrekur Johannesson dabei ein schier übermächtiger Gegner sein. Die Skandinavier um ihren Star Mikkel Hansen sind nicht nur regierender Europameister sondern auch Vizeweltmeister.

"Das ist eine großartige Gruppe. Ich denke, wir können nur überraschen", meinte Teamspieler Raul Santos nach getaner Arbeit. Der Gummersbach-Legionär durfte als einer von vier internationalen Akteuren als Glücksfee die Kugeln ziehen. Kapitän Viktor

Weltmeister Spanien muss sich gegen Island, Ungarn und Norwegen behaupten. Olympiasieger Frankreich bekommt es unter anderem mit Vize-Europameister Serbien zu tun. Die ersten drei Teams jeder der vier Vierer-Gruppen stehen in der Hauptrunde.

Tschechien schaltete Deutschland aus

Die Tschechen setzten sich in ihrer Quali-Gruppe als Sieger u.a. gegen die schlussendlich gescheiterten Deutschen durch. Sie haben mit Filip Jicha vom deutschen Meister Kiel einen Weltklassespieler in ihren Reihen. Angesichts der sonst in Topf 2 wartenden Gegner Frankreich, Schweden und Island galt Tschechien dennoch als Wunschlos der Österreicher.

Mazedonien buchte das EM-Ticket als Zweiter hinter dem makellosen Weltmeister Spanien. Mit den Mazedoniern hat Österreich ohnedies noch eine Rechnung offen: Im Play-off um die WM-Teilnahme 2013 setzten sich die Ex-Jugoslawen gegen Szilagyi und Co. im vergangenen Dezember knapp (53:51) durch.

Österreichs zweite Europameisterschaft

Für Österreich ist es die zweite Endrunde. Bereits 2010 konnte man EM-Luft schnuppern, damals war die schlussendlich neuntplatzierte Truppe des isländischen Trainers Dagur Sigurdsson aber als Gastgeber fix qualifiziert. (red/APA, 21.6.2013)

Die Auslosung der Männer-Handball-EM 2014 in Dänemark (12. bis 26. Jänner 2014) am Freitag ergab folgende Gruppen:

Gruppe A, in Herning: Dänemark, Tschechien, Mazedonien, Österreich

Gruppe B, in Aalborg: Spanien, Island, Ungarn, Norwegen

Gruppe C, in Aarhus: Serbien, Frankreich, Polen, Russland

Gruppe D, in Kopenhagen: Kroatien, Schweden, Weißrussland, Montenegro

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