Tagebuch eines T. Rex

    Rezension21. Juni 2013, 18:16
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    Am Ende des Buches ist einem der T. Rex zwar nicht ans Herz gewachsen - aber man glaubt, ihn in- und auswendig zu ­kennen

    Es gibt sympathischere Tiere, die in Kinderbüchern betrachtet oder erklärt werden. Steve Parker scheinen solche Vorgaben egal zu sein. Er widmet sich in seinem Buch für Kinder ab dem sechsten, siebenten Lebensjahr ganz dem Tyrannosaurus. "Mein Leben als T-Rex" begleitet diesen von der Geburt an - und zwar in Form eines Ich-Erzählers, der ein Tagebuch schreibt: "Heute morgen sind vier neue Baby-Dinosaurier aus ihren Eiern geschlüpft, und ich habe dabei zugesehen. Ich ­erinnere mich noch, wie dunkel und eng es in meinem Ei war."

    Zwei Meter lang, vier Meter hoch, sechs Tonnen schwer und eben kein netter Vegetarier. In Kapitel unterteilt, lernt die Leserschaft nicht nur das Leben dieses Dinosauriers kennen. Parker zeigt auch vieles andere, was vor Urzeiten auf der Welt gelebt hat: etwa den Triceratops oder den Flugsaurier Quetzalcoatlus. Bei aller brutalen Fleischfressermentalität hat der T. Rex auch nicht darauf vergessen, andere Tiere nach ihrer Meinung über ihn zu fragen.

    Natürlich wird auch der Untergang thematisiert: "Mir ist so kalt, dass ich kaum schreiben kann. Als die zweite Sonne unterging, gab es einen riesigen Knall und die Erde bebte. Seitdem ist die echte Sonne von Staubwolken verdeckt." Am Ende des Buches ist einem der T. Rex zwar nicht ans Herz gewachsen - aber man glaubt, ihn in- und auswendig zu ­kennen. (Peter Mayr, Album, DER STANDARD, 22./23.6.2013)

     

    Steve Parker
    Mein Leben als T-Rex
    Loewe­-Verlag 2013
    32 Seiten, 8,20 /Euro

    • Es gibt sympathischere Tiere, die in Kinderbüchern betrachtet oder erklärt werden.
      foto: loewe verlag

      Es gibt sympathischere Tiere, die in Kinderbüchern betrachtet oder erklärt werden.

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