Razzia bei ÖBB-Gütersparte beendet

21. Juni 2013, 15:54
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EU-Ermittlungen wegen "Balkanzug" von Zentraleuropa nach Griechenland. Bamberger neu in RCA-Vorstand

Wien - Die seit Dienstag andauernde Hausdurchsuchung bei EXIF, einem Tochterunternehmen der ÖBB-Gütersparte Rail Cargo Austria (RCA), ist am Freitag zu Ende gegangen, hieß es aus der ÖBB. Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen hat die EU-Kommission mehrere Bahntransport-Firmen durchsucht.

ÖBB pocht auf Verjährung

Die Wettbewerbshüter haben den mehrmals wöchentlich verkehrenden "Balkanzug" von Zentraleuropa nach Griechenland unter die Lupe genommen. Betroffen sind neben der RCA-Tochter EXIF (Express Interfracht), DB Schenker und Kühne & Nagel auch einige Bahngesellschaften in Osteuropa. Kühne & Nagel hat laut Branchenkreisen die Kronzeugenregelung in Anspruch genommen.

Die ÖBB erwartet, dass die beanstandeten Vorgänge zwischen 2004 und 2007 bereits verjährt sind. "Die Gewinne aus dem Geschäft waren sehr limitiert", so ÖBB-Chef Kern. 

Bamberger neuer RCA-Vorstand

Der Nachfolger für den im März von der Rail Cargo zum jetzt insolventen Baukonzern gewechselten Alpine-Chef Arnold Schiefer ist so gut wie fix. Das Präsidium des RCA-Aufsichtsrates habe am Freitag empfohlen, Reinhard Bamberger als drittes Vorstandsmitglied und als Nachfolger von Schiefer zu bestellen, bestätigte ein ÖBB-Sprecher einen Bericht des WirtschaftsBlatts.

Die endgültige Beschlussfassung sei für den RCA-Aufsichtsrat am 11. Juli vorgesehen. (APA, 21.6.2013)

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