Alpine Vereine wollen höhere Förderungen

21. Juni 2013, 13:26
4 Postings

Höhere Finanzierung für Bergwege und Schutzhütten gefordert - Der Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) startet Unterschriftenaktion

Wien - Österreichs Berge sind Bestandteil der heimischen Identität und vor allem für den Tourismus von großem Wert. Die Erhaltungskosten für Schutzhütten und Wanderwege sind aber enorm gestiegen. "Mit den derzeit knappen finanziellen Mitteln ist es uns unmöglich das Hütten- und Wegenetz aufrecht zu erhalten", erklärte Franz Kassel, Präsident des Verbandes alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ). Um die Infrastruktur in den heimischen Bergen weiter gewährleisten zu können, fordern die alpinen Vereine von der Bundesregierung eine Aufstockung der jährlichen Förderungen.

Erhaltungskosten beträchtlich gestiegen

Österreichs Berge bieten den Gästen und Touristen rund 50.000 Kilometer Wanderwege und 475 Hütten. Die alpinen Vereine mit ihren 60.000 Mitgliedern sorgen ehrenamtlich für die Erhaltung und Sicherheit dieser Infrastruktur. Durch die immer strengeren behördlichen Auflagen in den Bereichen Brandschutz, Umweltschutz und Abwasserreinigungsanlagen sowie durch die extremer werdenden Wetterbedingungen stiegen die Erhaltungskosten in den vergangenen Jahren jedoch beträchtlich. "Das Hütten- und Wegenetz wäre auch in der Vergangenheit ohne Freiwilligenarbeit nicht zu finanzieren gewesen. Doch jetzt reicht diese nicht mehr aus. Wir brauchen höhere Förderungen vonseiten des Bundes", erläuterte Kassel.

Unterstützung der Öffentlichkeit

"Die fortwährende Senkung unserer Förderungen bedeutet ein Sparen am falschen Platz, denn das alpine Hütten- und Wegenetz ist die tragende Säule des Wander- und Bergsteigertourismus in Österreich", sagte auch Andreas Ermacora, Präsident des österreichischen Alpenvereins. Aus diesem Grund fordern die alpinen Vereine von den Parlamentsparteien und der kommenden Bundesregierung eine Erhöhung der Förderungen von derzeit 1,5 Millionen Euro auf jährlich vier Millionen Euro ab dem Budget 2014. "Zur Gewährleistung einer notwendigen Planungssicherheit fordern wir außerdem eine gesetzliche Grundlage für die Hütten- und Wegeförderung", ergänzte Karl Frais, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich.

Die alpinen Vereine haben ihre Forderungen als Petition formuliert, damit die Öffentlichkeit diese mit ihrer Unterschrift unterstützen kann. Ab Freitag liegen in allen 475 Schutzhütten Petitionsbücher für Wanderer und Urlauber auf. Zudem kann man die Charta auch online unter www.petition.prohuettenundwege.at unterzeichnen. In der zweiten Septemberhälfte werden die Unterschriften dann Bundespräsident Heinz Fischer übergeben. Als Schirmherr des VAVÖ unterstützt auch er die Aktion. (APA, 21.6.2013)

Info: VAVÖ

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Alpenverein fordert eine Erhöhung der Förderungen von der kommenden Bundesregierung.

Share if you care.