Deutscher Verteidigungsminister: Hindukusch wird nie sicher

21. Juni 2013, 11:08
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De Maiziere: Lage in Afghanistan schlechter als erhofft

Kabul/Berlin - Zum Abschluss seines Besuchs in Afghanistan hat der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere vor anhaltenden Sicherheitsproblemen gewarnt. "Die Sicherheitslage bleibt labil", sagte de Maiziere am Freitag in Masar-i-Scharif. "Wir müssen auch weiter mit Rückschlägen rechnen. Dieses Land wird nie ein sicheres Land werden," erklärte er.

"Wir haben uns größere Fortschritte erhofft im Vergleich der letzten zwei Jahre," räumte der deutsche Verteidigungsminister ein. Er sei aber "ganz zuversichtlich", dass die Sicherheitslage auf einem akzeptablen Niveau stabilisiert werden könne.

Zu den geplanten Friedensverhandlungen mit den afghanischen Taliban im Golf-Emirat Katar sagte der Minister, die Gespräche müssten unter afghanischer Führung stattfinden. Er sprach sich dafür aus, die Verhandlungen nicht öffentlich zu führen.

Die Taliban hatten am Dienstag ein Verbindungsbüro in Doha eröffnet. Zum Ärger der afghanischen Regierung hissten sie dort die Taliban-Flagge. Außerdem brachten sie ein Schild an, dass das Haus als Büro des "Islamischen Emirats Afghanistan" auswies. "Die Taliban haben provoziert zu Beginn", sagte de Maizière. "Das war ärgerlich." (APA, 21.6.2013)

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    Minister auf Besuch.

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